Hochwasservorsorgekonzept für die
Verbandsgemeinde Saarburg

Die Verbandsgemeinde Saarburg forciert die Starkregen- und Hochwasservorsorge in allen Ortsgemeinden und der Stadt Saarburg und entwickelt ein örtliches Hochwasserschutzkonzept.

Die zurückliegenden Wochen und Monate haben es geradezu exemplarisch gezeigt: Anhaltender Starkregen und damit in der Folge vielerorts überflutete Straßen und vollgelaufene Keller in Dörfern und Städten sowie über die Ufer tretende Bäche und Flüsse durch Hochwasser gehören zu „den Launen der Natur“, die auch vor den  Haustüren in unserer Region nicht Halt machen. Dabei richten Starkregen wie Hochwasser zum Teil immense Schäden an.

Betroffenheit von Starkregen und Hochwasser

Losgelöst von diesen aktuellen Unwetter-Ereignissen hat sich die Verbandsgemeinde (VG) Saarburg bereits vor einiger Zeit entschieden, ein Hochwasserschutzkonzept für das gesamte Gebiet der VG zu entwickeln. Hintergrund ist eine vom Land Rheinland-Pfalz 2016 gestartete Initiative, die die Gemeinden sowohl inhaltlich als auch finanziell bei diesem Thema unterstützt. Die Kosten dieses Entwicklungsprozesses bezuschusst das Land zu 90 Prozent. Die verbleibenden zehn Prozent der Kosten übernimmt die Verbandsgemeinde.

Fachlich begleitet durch das Planungsbüro Hömme GbR aus Pölich (VG Schweich) und durch Fachleute zuständiger Behörden werden alle Gemeinden sowie die Bürgerinnen und Bürger beim Erstellen des Konzeptes eingebunden. Die aktive Bürgerbeteiligung – unter anderem durch Workshops – ist ein wichtiger Baustein des Konzeptes.

In der Auftaktveranstaltung am 22. Februar um 19 Uhr im Saal Schlossberg (Sitzungssaal) der Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg und in späteren Workshops werden die unterschiedlichen Erfahrungen und das Know how der Bürgerinnen und Bürger und der Fachleute zusammengetragen. Darüber hinaus geht es auch um das Vermitteln wichtiger Fakten rund um das Thema Starkregen- und Hochwasserschutz. Denn während der vorbereitende Hochwasserschutz eine gemeinsame Aufgabe von Kommune und Bürgern ist, ist der Schutz des privaten Eigentums in erster Linie Aufgabe des privaten Grundstücksbesitzers.

Ziel des Hochwasserschutzkonzeptes ist, anhand von Daten, Analysen und zusammengetragenen Erfahrungen den jeweiligen Handlungsbedarf in den  Gemeinden aufzuzeigen, personelle und zeitliche Verantwortlichkeiten zu benennen und ein vielschichtiges Maßnahmen-Paket zur Verfügung zu stellen.

Ortsgemeinden

Jede der 15 Ortsgemeinden der VG Saarburg plus die Stadt Saarburg wird gesondert betrachtet. Mit einem Klick auf die einzelnen Orte werden Sie auf die jeweilige Webseite der Gemeinde weitergeleitet.

Ihr Browser kann die Grafik leider nicht darstellen!

Workshops

Das Hochwasserschutzkonzept ist umso effizienter, je mehr Erfahrungen und Know-how einfließen. Die Verbandsgemeinde Saarburg bedankt sich für die breite Bürgerbeteiligung und das rege Interesse. Mit dem Workshop in Trassem endete die Runde der Workshops. Im nächsten Schritt werden die Erkenntnisse ausgewertet und geeignete Maßnahmen für das Vorsorgekonzept erarbeitet. Nachdem die Maßnahmen anschließend mit den festgelegten Maßnahmenträgern und Verantwortlichen für die Umsetzung abgestimmt sind, werden sie noch einmal in Bürgerversammlungen – analog zur ersten Runde der Workshops – vorgestellt. Die Termine werden rechtzeitig im Kreisblatt und durch Aushang bekanntgegeben und sind auch hier nachzusehen.

Workshop Trassem

12.03.2019

Zum letzten Starkregen- und Hochwasser-Workshop in der Verbandsgemeinde Saarburg wurde am Dienstagabend ins Bürgerhaus nach Trassem eingeladen. Ortsbürgermeister Roland Konter begrüßte die knapp 30 anwesenden Bürgerinnen und Bürger sowie das von der VG zur Erstellung des Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzepts beauftragte Planungsbüro Hömme aus Pölich. Nach den letztjährigen Ereignissen in Trassem hatte es bereits Ortsbegehungen des Planungsbüros mit Vertretern der Ortsgemeinde, der VG und den Betroffenen Anwohnern gegeben und es wurden Sofortmaßnahmen entwickelt und geplant, um die Situation in dem betroffenen Baugebiet entschärfen und zeitnah verbessern zu können. Darüber hinaus sind aber auch andere Straßenzüge und Ortsteile in Trassem besonders gefährdet durch oberflächlichen Starkregenabfluss und Überschwemmungen hochwasserführender Gewässer, etwa entlang von Sprenkelbach und Zinnbach. Die vor einigen Jahren erfolgte Renaturierung und Laufverlegung der Leuk hat dabei bereits gezeigt, dass sich die Hochwassersituation durch solche Maßnahmen entspannt. Dennoch gibt es auch im Bereich der Leuk noch Verbesserungsbedarf, etwa an den Brückenbauwerken.

Nach der thematischen Einleitung durch das Planungsbüro, bei der auch die Notwendigkeit sowie die Möglichkeiten der privaten Vorsorge erläutert und Beispiele dafür vorgestellt wurden, setzte man sich in kleinen Arbeitsgruppen zusammen. Zunächst wurden die Erfahrungen jedes Einzelnen zusammengetragen: War man bereits von Überschwemmungen auf dem Grundstück und einer Überflutung des Gebäudes betroffen? Woher kam das Wasser – war es Oberflächenabfluss durch Starkregen, Hochwasser eines Bachlaufes oder ein Rückstau aus dem Kanalsystem? Anhand dieser Fragen wurde Schritt für Schritt ein Gesamtbild der betroffenen Ortsbereiche erstellt und Fließwege des Wassers nachgezeichnet sowie Überflutungsflächen an den Gewässers in Luftbildplänen schraffiert. Darüber hinaus wurden weitere neuralgische Punkte markiert, die aus Sicht der Einwohner bei der Entwicklung von Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt werden sollten.

Konkret wurden auch bereits Ideen und Vorschläge für Maßnahmen diskutiert, so etwa für Rückhaltungen und Retentionsräume in den Oberläufen des Sprenkelbaches (an Kelsener Bach und Portzer Bach, die sich anschließend zum Sprenkelbach vereinen), Möglichkeiten der Renaturierung von Zinnbach und Sprenkelbach in der bebauten Ortslage oder auch die Verbesserung des Hochwasserabflusses im Bereich der Leukbrücken.

Workshop Serrig

27.02.2019

Durch den Straßendamm der B 51 ist die Ortslage Serrig vor Hochwasser der Saar geschützt, auch ein Extremereignis würde die bebaute Ortslage weitgehend verschonen und hauptsächlich Gartengrundstücke einstauen. Dennoch gibt es bei der Erstellung des Hochwasserschutzkonzeptes auch für die Ortsgemeinde Serrig Bedarf an der Definition von Maßnahmen, um zukünftige Starkregenereignisse bewältigen und das Schadensausmaß auch bei Hochwasserführung des Serriger Baches vermindern zu können. Um daran mitzuarbeiten, waren rund 20 Bürgerinnen und Bürger, Vertreter des Ortsgemeinderates sowie Ortsbürgermeister Dr. Egbert Adam ins Hofgut gekommen. In der thematischen Einführung durch das Planungsbüro Hömme wurde auch gezielt die Erfordernis zur eigenverantwortlichen Vorsorge betont und zu diversen Möglichkeiten und privaten Maßnahmen beraten. Anschließend wurden die Anwesenden an zwei Gruppentischen aufgeteilt, um in Kleingruppen auf Lageplänen zunächst die bekannten Problemstellen, Fließwege des Oberflächenabflusses und Austrittsstellen von Grundhochwasser zu markieren. Außerdem wurde überlegt, wo öffentliche Maßnahmen die Probleme entschärfen sollten und wie diese aussehen könnten. 

Der Serriger Bach birgt durch seinen beengten und dicht bebauten Verlauf durch die Ortslage, im Bereich der Bachstraße, ein hohes Gefährdungspotenzial. Insbesondere an den Überfahrten und Brückenbauwerken und bei Materialtransport aus dem großen Außen- und Einzugsgebiet. Von dort kommend führt das Gewässer mitunter Treibgut und kleine Gehölze mit, die sich an den Durchlassbauwerken festsetzen und zu Rückstau mit Überflutung der angrenzen Grundstücke führen können. In beiden Arbeitsgruppen wurden Möglichkeiten zur Minderung dieser Problematik diskutiert und Potenzialflächen zur Herstellung von Retentionsvolumen und Treibgutrückhalten im Plan festgehalten. Auch die Außengebietsentwässerung war ein intensiv behandeltes Thema. Hier waren Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger, die bereits vorhandenen Erdbecken östlich des Würzberges zu reaktivieren und auch die Entwässerung der landwirtschaftlichen Nutzflächen am Prallertsweg zu optimieren.

Workshop Saarburg

06.02.2019

Nach Besichtigung von Innenstadtbereich, Stadtteilen und Außengebiet im Vorfeld, stand am Mittwochabend der Workshop für die Stadt Saarburg an. Aus allen Teilen der Stadt waren Einwohner gekommen, um gemeinsam am Hochwasservorsorgekonzept zu arbeiten. Jürgen Dixius, als Bürgermeister der Verbandsgemeinde sowie der Stadt Saarburg gleichermaßen Auftraggeber des Hochwasserschutzkonzeptes wie Hausherr des Workshops, begrüßte die mehr als 20 Teilnehmer zum Workshop für die Stadt Saarburg im Saal Schlossberg der Verbandsgemeindeverwaltung. Neben den Bürgerinnen und Bürgern beteiligten sich auch Vertreter des Bauamtes der Stadt Saarburg, der Vebandsgemeindewerke, der Feuerwehr sowie des Bauhofes der Stadt an der Erarbeitung von Maßnahmen. Für die Stadtteile Kahren und Krutweiler waren die beiden Ortsvorsteher mit einigen Bürgerinnen und Bürgern gekommen.

Seit Bau der Hochwasserschutzwand entlang der Saar sind Altstadt und Niederleuken bislang gegen die auftretenden Hochwasserstände geschützt gewesen. Jedoch bedeutet der technische Hochwasserschutz auch in der Stadt Saarburg nur eine bemessene Sicherheit bis zu einem statistischen Wiederkehr-Ereignis. Ein Pegelstand, der dieses Bemessungsereignis übersteigt, führt zu einem Überströmen der Schutzmauer und einer Überflutung der dahinter liegenden Stadtbereiche – so wie es früher ohne Schutzwand beinahe jährlich passierte. Im Workshop beschäftigte sich einer der Gruppentische mit eben solchen Auswirkungen und notwendigen einzuleitenden Maßnahmen im Sinne einer geeigneten Hochwasservorsorge. Dazu gehören die Überarbeitung der Alarm- und Einsatzplanung, die Überprüfung der mobilen Elemente der Hochwasserschutzmauer sowie jährliche Prüfungen des Materials und ein Training des Aufbaus. 

In weiteren Gruppentischen wurde vor allem die Starkregengefährdung in den einzelnen Stadtbereichen, Altstadt, Beurig, Niederleuken, Kahren und Krutweiler besprochen. In gemeinsamer Runde mit den betroffenen Anliegern wurden die bisher bekannten und mögliche Fließwege von Starkregenabfluss skizziert und mögliche Maßnahmen zur Minderung von Schäden durch die nach Starkregen hochwasserführenden Gewässer, wie Lohbach, Leuk, Mandelbach und Kaselbach, diskutiert.

Workshop Schoden

24.01.2019

Der im Zuge des Saarausbaus errichtete Hochwasserschutzdamm in Schoden ist auf ein 200-jährliches Hochwasserereignis bemessen. Am östlichen Ausläufer des Damms, im Bereich der Trierer Straße, besteht jedoch ein geringerer Schutz. Die Ortslage Schoden ist im Unterdorf im Extremereignisfall nahezu komplett überflutet – die Wasserstände variieren dann  zwischen 0,5 bis 2 Meter. Zum Workshop ins Bürgerhaus waren daher besonders viele Einwohner der gefährdeten Bereiche gekommen, um am Hochwasserschutzkonzept für die Gemeinde mitzuarbeiten. Ortsbürgermeister Andreas Pauly begrüßte die mehr als 40 Bürgerinnen und Bürger, Vertreter des Gemeinderates und der Feuerwehr. Nach dem informativen Auftakt durch das Planungsbüro Hömme, wurde auch in Schoden an Gruppentischen die Problemlage erörtert und notwendige Maßnahmen zur Vorsorge und Abminderung von Schadensereignissen überlegt. 

Für das hochwassergefährdete Unterdorf wurden beispielsweise Evakuierungs- und Notfallpläne erarbeitet und Möglichkeiten privater Vorsorgemaßnahmen diskutiert. Auch viele Bewohner des Oberdorfes waren gekommen. Diese sind nicht von Hochwasser der Saar gefährdet, jedoch in der Vergangenheit bereits nach Starkregenereignissen von Oberflächenabfluss betroffen und geschädigt worden. Für diese Bereiche wurden in einer separaten Gruppe Maßnahmen zur Realisierung im Außengebiet zusammengetragen. Die engagierten Teilnehmer des Workshops brachten umfangreiche Erfahrungen, insbesondere aus der Zeit der Errichtung des Schutzdamms, in die Diskussion mit ein und lieferten wichtige Beiträge zur Erarbeitung zielgerichteter Maßnahmen für die Ortsgemeinde.

Das Planungsbüro nahm darüber hinaus einige Arbeitsaufträge mit, unter anderem den, die kompletten Unterlagen über den damaligen Bau des Hochwasserschutzdamms zusammenzutragen und auszuwerten sowie die Standfestigkeit in Vorbereitung zukünftiger Hochwasser überprüfen zu lassen. 

Workshop Wincheringen

25.10.2018

Auch in der Ortsgemeinde Wincheringen gab es zuletzt nach Starkregen einzelne betroffene Straßenzüge. Über mögliche Vorsorge und die Vorbereitung auf zukünftige Ereignisse wollten sich entsprechend viele Wincheringer bei der Bürgerversammlung informieren. Am Donnerstagabend fanden sich mehr als 40 Bürgerinnen und Bürger im Gasthaus Warsbergerhof ein, um am Workshop zum Hochwasserschutzkonzept für die VG Saarburg teilzunehmen. Ortsbürgermeister Elmar Schömann begrüßte die aus allen Ortsteilen gekommenen Anwesenden mit einleitenden Worten und zeichnete dabei kurz das Schadensbild nach, wie es sich nach den Starkregenereignissen Ende Mai bzw. Anfang Juni dieses Jahres dargestellt hat. Volker Thesen vom Planungsbüro Hömme stellte anschließend den Hintergrund der Konzepterstellung vor und führte aus, weshalb die Bürgerversammlung auch als Arbeits-Workshop deklariert war. Ziel des Abends sollte sein, gemeinsam die vor Ort erlebte Betroffenheit bei Starkregen und durch hochwasserführende Gewässer zusammenzutragen. In Kleingruppen wurden daher nach dem Vortrag die Erfahrungen detailliert in Luftbildplänen erfasst, Fließwege nachgezeichnet, neuralgische Punkte markiert und mögliche Bereiche sowie Vorschläge für öffentliche Maßnahmen dokumentiert. Unter anderem wurden dabei die landwirtschaftlichen Flächen und das große Einzugsgebiet östlich der Ortslage Wincheringen und oberhalb der Straße Im Wieschen aufgenommen, die Entwässerungssituation des Neubaugebietes Auf Mont sowie der Kreuzungsbereich Zum Weiher am Feuerwehrhaus. Auch für die Ortsteile Söst und Bilzingen wurden die bekannten Probleme aufgenommen.

Insgesamt ergab sich durch die einzelnen Gruppen ein umfangreiches Gesamtbild über die bekannten und potenziell zukünftige Gefahrenstellen, für die Maßnahmen erarbeitet werden sollen. Ebenfalls wurde in den Gruppen über die Notwendigkeit und die verschiedenen Möglichkeiten privater Vorsorge diskutiert. Im Info-Vortrag wurden zu Beginn der Veranstaltung bereits unterschiedliche private Maßnahmen vorgestellt, um einen Überblick darüber zu geben, was jeder Einzelne tun kann. Wichtig dabei ist zunächst, die tatsächliche Gefährdungslage des eigenen Wohnobjektes zu kennen, um die richtige Vorsorge treffen zu können.

Die gesammelten Ergebnisse des Abends werden nun ausgewertet und münden in einer Defizitanalyse, die die verschiedenen Problembereiche in Wincheringen und den Ortsteilen zusammenfasst. Aus dieser werden anschließend die Maßnahmen erarbeitet.

Workshop Palzem

06.09.2018

Aus nahezu allen Ortsteilen der Gemeinde Palzem waren Betroffene und Ortskundige zum Workshop am Donnerstagabend ins Bürgerhaus gekommen, um mit dem Planungsbüro die Problemstellen zu kartieren und vor allem die Starkregengefährdung der Ortslagen zu besprechen. Ortsbürgermeister Florian Wagner begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die fast alle Ortsteile der Gemeinde repräsentierten. 

Im Anschluss wurde der Abend eingeleitet durch Frank Hömme, der das beauftragte Planungsbüro kurz vorstellte und an Volker Thesen übergab, der zunächst eine Einführung in das Projekt, die Starkregen- und Hochwasserthematik sowie die spätere Gruppenarbeit gab. Ein Schwerpunkt des Vortrags war die Darstellung verschiedener privater Vorsorgemaßnahmen, um sich auch in eigener Verantwortung gegenüber Schäden durch Starkregen und Hochwasser zu schützen und abzusichern. Nur knapp eine Stunde zuvor hatte ein kurzes aber heftiges Starkregenereignis einige Straßenzüge in der Trierer Innenstadt sowie mehreren Stadtteilen unter Wasser gesetzt. So erhielt der thematische Rahmen des Abends wieder einmal eine sehr aktuelle Relevanz. Nachdrücklich konnte so die Erfordernis zur Aufstellung von notwendigen und möglichen Maßnahmen für eine frühzeitige Vorsorge und Vorbereitung aufgezeigt und eine Motivation zur Mitarbeit gegeben werden.

In zwei Arbeitsgruppen, die sich mit den jeweils zugehörigen Ortsteilen beschäftigten, wurden die Erfahrungen in Form von Fließwegen und betroffenen Grundstücken kartiert und mögliche Lösungsoptionen diskutiert. In Palzem selbst besteht die größte Überschwemmungsgefahr in der Ortsmitte, in der am tiefsten Punkt die Bahnhof- und die Römerstraße kreuzen. Oberflächenwasser wird von diesem Bereich in Richtung Mosel abgeführt und kann insbesondere im Falle großer Regenmengen zu einem Problem werden. Unter anderem wurde eine besondere Betrachtung dieses Bereiches als Arbeitsauftrag für das Hochwasserschutzkonzept mitgegeben. Im Ortsteil Wehr hat es am 1. Juni nach einem Starkregen einige Betroffene in den Straßen Ober der Kirch und Kapellenstraße gegeben, nachdem sowohl oberflächlich Wasser aus dem Außengebiet in die Ortslage gelaufen ist als auch vorhandene Drainagen das anfallende Wasser nicht bewirtschaften konnten und es sich aus dem Boden herausdrückte. Auch in Helfant berichteten Anwohner von Überschwemmungen, einmal durch ein Überlaufen des Helfanter Baches im Bereich der innerörtlichen Verrohrung und außerdem durch Oberflächenwasser der einmündenden Kreisstraße 115 zur Bahnhofstraße. 

Für alle Ortsteile wurden die bekannten Problemstellen in Plänen und Karten verzeichnet und dienen nachfolgend zur Erstellung einer Defizitanalyse. Diese ist anschließend die Grundlage für die Erarbeitung von Maßnahmen für das Hochwasserschutzkonzept.

Workshop Fisch, Mannebach, Merzkirchen

08.08.2018

Ins Jakobushaus nach Fisch waren die Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinden Fisch, Mannebach und Merzkirchen eingeladen, um aktiv an der Erstellung des Hochwasserschutzkonzeptes für die VG Saarburg mitzuarbeiten.Der Fischer Ortsbürgermeister Otmar Wacht begrüßte als Gastgeber die zahlreichen Teilnehmer. Auch Ortsbürgermeister Martin Lutz aus Merzkirchen und  der 1. Beigeordnete aus Mannebach, Herbert Stors, waren als Vertreter ihrer Gemeinden mit einigen Einwohnern gekommen. Insgesamt rund 60 Personen verfolgten zu Beginn den Vortrag von Volker Thesen vom projektbetreuenden Planungsbüro Hömme. Vorgestellt wurden das Projekt und die Vorgehensweise sowie eine allgemeine Einführung in die Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur privaten Hochwasser- und Starkregenvorsorge am eigenen Wohnobjekt bzw. auf dem Privatgrundstück.

Anschließend wurden Arbeitsgruppen nach Ortsgemeinden gebildet, um die lokalen Problemstellen auf Luftbild- und topographischen Karten festzuhalten. Markiert wurden etwa betroffene Gebäude und Grundstücke, überschwemmte Straßen und öffentliche Flächen, Fließwege des Wassers und deren Entstehungsgebiete sowie verstopfte Straßenabläufe und Durchgangsbauwerke. Die Skizzierung der Überschwemmungen am Mannebach, die 2016 nach Starkregen entstanden, verdeutlichten, wie heftig das damalige Ereignis war. Die überfluteten Flächen waren nahezu deckungsgleich mit den erwarteten Überschwemmungsbereichen eines statistisch ermittelten „Extremhochwasser (HQ extrem)“. Am Rehlinger Hof sind die Auswirkungen am schlimmsten, hier führen verschiedene oberflächliche Wasserflüsse nach Starkregen zusammen und zu massivem Hochwasser des Mannebaches.

In der Gemeinde Mannebach kann die von Fisch kommende Hochwasserwelle großflächig ausufern, ohne größere Schäden der bebauten Ortslage zu verursachen. Größere Probleme entstehen hier durch die innerörtliche Verrohrung des Kümmerner Baches und zugesetzte Einlassschächte innerhalb der Ortslage. Ähnlich sieht es auch in einigen Ortsteilen der Gemeinde Merzkirchen aus. Auch 2018 hat es etwa in Portz und Körrig überschwemmte Gebäude und ausgespülte Wege gegeben. Im Nachgang des Workshops werden die gesammelten Erkenntnisse digitalisiert und zusammen mit den bei den Ortsbegehungen festgehaltenen Hinweisen zur weiteren Analyse verschnitten. 

Workshop Freudenburg, Kastel-Staadt, Kirf, Taben-Rodt

07.06.2018

Der zweite Workshop in der VG Saarburg fand am 7. Juni statt. Ins Freudenburger Bürgerhaus waren alle Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinden Freudenburg, Kastel-Staadt, Kirf und Taben-Rodt eingeladen. Alle Ortsgemeinden eint die Gemeinsamkeit, bislang von Starkregenereignissen weitgehend geschont geblieben zu sein und aufgrund der topografischen Höhenlagen der Ortschaften nur vergleichweise überschaubare Hochwasser- und Sturzflutproblematiken zu haben. Dennoch wurden im Bürgerworkshop in den ortsbezogenen Gruppenarbeiten Problemstellen identifiziert, an denen es zu oberflächlichen Wasserabfluss kommt. Einige neuralgische Punkte konnte für die weitere Maßnahmenentwicklung herausgestellt werden, an denen bestehende Situationen zu optimieren sind. 

Gemeinsam mit den vier Ortsbürgermeistern Bernd Gödert (Freudenburg), Hubert Schommer (Kastel-Staadt), Josef Krug (Kirf) und Hans-Joachim Wallrich (Taben-Rodt) wurden verschiedene Themen der öffentlichen wie privaten Hochwasservorsorge besprochen und die nächsten Arbeitsschritte formuliert.

Workshop Ayl, Irsch, Ockfen

16.04.2018

Zur Beteiligung am Workshop waren alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Ayl, Irsch und Ockfen eingeladen. Im Bürgerhaus in Irsch versammelte sich eine kleine Gruppe von Anwohnern und Betroffenen aus den drei orten sowie die Ortsbürgermeister Siegfried Büdinger (Ayl), Jürgen Haag (Irsch/Saar) und Gerd Benzmüller (Ockfen), um gemeinsam mit dem Planungsbüro Hömme die örtlichen Problemstellen aufzunehmen und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Hochwasser- und Sturzflutgefährdung zu erarbeiten. 

Jürgen Haag als Gastgeber und Siegfried Büdinger in seiner Funktion als Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Saarburg begrüßten die Teilnehmer, anschließend wurde das Projekt und das Vorgehen der Bürgerbeteiligung durch das Planungsbüro Hömme GbR aus Pölich vorgestellt. In nach Ortsgemeinden aufgeteilten Kleingruppen wurden die örtlichen Problemstellen auf ausgedruckten Plänen der Ortslagen markiert, Abflusslinien nach Starkregenereignissen dem Verlauf nach eingezeichnet und Potenzialbereiche für Verbesserungen der örtlichen Situationen vermerkt. In Irsch soll im weiteren Prozess der Bearbeitung insbesondere die Abflusssituation nach Starkregen am Einlass zur Verrohrung des Büsterbaches untersucht werden sowie die Sturzflutgefährdung im Bereich der Neubaugebiete. Die geplante Renaturierung des Irscher Baches wird auch vor dem Hintergrund einer Verbesserung der Überflutungsvorsorge geplant. Eine ähnliche Situation im Neubaugebiet besteht auch in Ayl, wo die angelegte Außengebietsentwässerung bei Starkregen in der Ortslage zu Problemen führen kann. In der Ortsgemeinde Ockfen besteht hauptsächlich die Problematik oberflächlichen Wasserabflusses nach Starkregen aus den Weinbergsparzellen und über die Wirtschaftswege. 

Ortsbegehungen

Ortsbegehung Serrig

20.02.2019

Der Straßendamm der B 51 schützt die Ortsgemeinde Serrig vor Hochwasser der Saar – innerörtliche Überschwemmungen bedrohen die bebaute Ortslage jedoch nach Starkregen. Auch die derzeitige Ableitung von Außengebietswasser führt zu einigen ständig feuchten Grundstücken und bedrohten Wohngebäuden. Bereits im August 2018 fand eine erste Ortsbesichtigung in Serrig statt – im Zusammenhang mit der Entwicklung des Baugebietes Erlenbungert und der Überarbeitung der örtlichen Oberflächenentwässerung zeigte Ortsbürgermeister Dr. Egbert Adam dem Planungsbüro die relevanten Bereiche und erläuterte die Plan- und Bauvorhaben der Gemeinde. In einer zweiten Ortsbegehung wurden nun, im Vorlauf des Workshops, die insbesondere nach Starkregen kritischen Punkte in der Ortslage sowie im Außengebiet besichtigt. 

Ein geplantes Renaturierungsprojekt wird entlang des Serriger Baches außerhalb der Ortslage realisiert. Hier sollen bereits Bereiche für Treibgutrückhalt und Retention berücksichtigt werden, die eine Hochwasserführung innerhalb der Bebauung mindern sollen. Im Ort selbst ist das Gewässer im Verlauf der Bachstraße teils sehr stark eingeengt und bis zur Böschungsoberkante bebaut. An langen Gewässerabschnitten stehen Ufermauern bis ins Bachbett – dies sind bei steigender Wasserführung nach Starkregen oder auch nach längeren niederschlagsreichen Perioden potenziell kritische Bereiche, in denen es zu Hochwasser und Überschwemmungen kommen kann. 

Eine besondere Problematik in Serrig ist die Ableitung von Außengebietswasser. Gerade im Bereich Würzberg und am südöstlichen Ende der Römerstraße kann die öberflächlich wie unterirdisch anfallende Wassermenge nicht ausreichend in den bereits angelegten Gräben gefasst und an der Ortslage vorbeigeleitet werden. Zudem sind drei angelegte Erdbecken, unterhalb der Kreisstraße und im weiteren Verlauf der Wirtschaftswege Richtung Saar, nur unzureichend in die Entwässerung eingebunden. Hier besteht großes Optimierungspotenzial.

Ortsbegehung Saarburg

04.01.2019

In Vorbereitung des Workshops in der Stadt Saarburg wurden die einzelnen Stadtteile durch das Planungsbüro begangen und einige bereits bekannte Problemstellen aufgenommen sowie der bestehende Hochwasserschutz inspiziert. Dies soll im Workshop gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern vervollständigt werden. Begonnen wurde im Stadtteil Kahren, anschließend ging es von Krutweiler über Niederleuken und den Innenstadtbereich bis nach Beurig. Unterstützt und begleitet wurde das Planungsbüro jeweils durch die Ortsvorsteher Reinhardt Paulus (Kahren) und Kurt Keßler (Krutweiler) sowie durch Vertreter des Bauamts und des Bauhofs der Stadt Saarburg und der Verbandsgemeindewerke. Die Ortslage Kahren ist nach Starkregenereignissen gefährdet durch großflächigen Wasserabfluss aus den landwirtschaftlichen Parzellen oberhalb der Bebauung. Zudem führen einige innerörtliche Engstellen zu Gefährdungen für angrenzende Grundstücke. Im an der Saar gelegenen Krutweiler sind im Wesentlichen zwei Stellen besonders gefährdet, wenn die Niederschlagsmengen von üblichen Regenereignissen abweichen. Im Bereich Scheiberfeld sowie in der Brunnenstraße konzentriert sich Wasser aus den Hangflächen und soll mit kleineren Maßnahmen von der Bebauung ferngehalten werden. Dies soll im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes weitergedacht werden.

In Niederleuken durchfließt der Grundbach teilweise offen, teilweise verrohrt den Stadtteil, bevor er am Pumpwerk des Saardammes in die Saar mündet. Bei hoher Wasserführung sind vor allem die Einlässe in die Verrohrung kritische Punkte, die zu Überschwemmungen führen könnten. Zu Problemen bei zukünftigen Starkregenereignissen neigen auch die steilen Weinbergsflächen und deren erhöhtes Potenzial, Material und Geröll in die Ortslage einzutragen. Die Saarburger Altstadt ist, wie auch Niederleuken, durch den bestehenden Hochwasserdamm bis zu einem hundertjährlichen Ereignis von Hochwasser der Saar geschützt. Dennoch besteht innerörtlich eine Überschwemmungsgefahr durch die einmündenden Gewässer Leuk und Lohbach, die gesondert betracht und mit weiteren Maßnahmen vermindert werden soll. Durch die bereits durchgeführten (Leuk) bzw. in Umsetzung befindlichen (Lohbach) Renaturierungsprojekte wird die Hochwassergefahr an diesen Gewässern bereits deutlich reduziert.

Zuletzt wurden neuralgische Punkte in Beurig begutachtet, wie die Entwässerung des Waldgebietes oberhalb des Tectro-Geländes sowie des ehemaligen Truppenübungsplatzes. 

Ortsbegehung Schoden

19.12.2018

Mit dem Workshop in Schoden wird die Bürgerbeteiligung zum Hochwasservorsorgekonzept für die VG Saarburg im Januar 2019 weitergeführt. Vorab wurden Außengebiet und Ortslage mit ortskundigen Experten begangen. Zur letzten Ortsbegehung des Jahres trafen sich Planungsbüro und die ortskundigen Vertreter zunächst im Clubhaus am Sportplatz. Auf Einladung von Ortsbürgermeister Andreas Pauly kamen neben Vertretern der Feuerwehr und des Ortsgemeinderates auch alteingesessene Bürger mit Hintergrundwissen zu Hochwasser und der Wasserführung aus dem Außengebiet. Zudem waren zwei Planer des Ingenieurbüro Boxleitner zugegen, die derzeit das Neubaugebiet planen und dabei bereits die mögliche Sturzflutgefährdung aus dem Außengebiet betrachten. 

In mühevoller Vorarbeit hatte die Ortsgemeinde sehr detailliert die Außengebietsentwässerung vor Ort aufgenommen und kartiert, sodass man gezielt die verschiedenen Stellen anfahren konnte, die im Starkregenfall und insbesondere bei Extremereignissen zum Versagen und dementsprechend zu unkontrolliertem Oberflächenabfluss Richtung Ortslage führen könnten. Das große Außengebiet und die vielen Wirtschaftswege werden über ein weit verzweigtes System in Richtung Ortslage entwässert. An vielen Stellen bestehen noch aus der früheren Zeit der intensiven Weinbewirtschaftung Geröllfänge, die mittlerweile jedoch kaum mehr Geschiebe aufnehmen müssen. 

Neben der komplexen Entwässerung des Außengebietes liegt Schoden hinter einen Hochwasserdamm vermeintlich von der Saar geschützt. Zu beachten ist jedoch, dass dieser Damm nicht ausgelegt ist, um ein Extremhochwasser der Saar abzuhalten. In einem solchen Fall würde der gesamte Ortsteil nördlich der Bahnlinie nahezu komplett volllaufen. Für diesen Ernstfall gilt es, im Rahmen des Hochwasservorsorgekonzeptes Maßnahmen zu definieren, um solche Ereignisse bewältigen zu können. Dazu gehört unter anderem auch eine Prüfung des Dammes selbst und des darauf befindlichen Baumbestandes.

Ortsbegehung Wincheringen

10.10.2018

In Vertretung von Ortsbürgermeister Elmar Schömann führte der 1. Beigeordnete der Ortsgemeinde Wincheringen das Planungsbüro durch den Hauptort sowie die beiden Ortsteile Söst und Bilzingen. Vor Ort zeigten zudem einzelne anwesende Bürgerinnen und Bürger kritische Punkte, Engstellen am Gewässer sowie oberflächliche Abflusswege des Wassers nach Starkregen, wie sich 2016 und zuletzt im Juni 2018 dargestellt haben. In Wincheringen selbst wird ein erhebliches Gefahrenpotenzial abgemildert durch ein seit den 1970er Jahren bestehendes großvolumiges Rückhaltebecken entlang der L 134, im Einzugsgebiet des Wincheringener Baches. Dennoch sind Einlass- und Durchlassbauwerke innerhalb der Ortslage an den verrohrten Abschnitten Gefahrenpunkte, die zum Teil optimiert werden sollten, um eine bessere Wasserdurchführung im Starkregenfall zu ermöglichen.

Insbesondere bei erheblichen Niederschlägen durch Starkregen ergeben sich auch aus dem Außengebiet oberhalb der Ortslage Überschwemmungsgefährdungen, bspw. in der Trierer Straße sowie Im Weissfeld. Je nach Bearbeitungsstand und Aussaat auf dem dort befindlichen landwirtschaftlichen Flächen, bewirkt der Eintrag von mitgeführtem Schlamm und Geröll in der bebauten Ortslage eine Erhöhung des Schadenspotenzials. Vergleichbare Situationen bestehen in Söst und Bilzingen.

Ortsbegehung Palzem

06.08.2018

In der Ortsgemeinde Palzem gab es 2018 nach Starkregenereignissen vor allem in den Ortsteilen Helfant und Wehr Probleme mit oberflächlichem Wasserfluss durch die Ortslage. Die entsprechenden Stellen wurden zur Vorbereitung des Workshops begangen. Ortsbürgermeister Florian Wagner zeigte dem Planungsbüro zunächst die kritischen Stellen in Helfant. Hier hat es am Helfanter Bach innerhalb der Ortslage bereits eine Renaturierungsmaßnahme gegeben, die die innerörtlichen Probleme mit Starkregenabflüssen hinter und unterhalb der Kirche entschärfte. Lediglich ein Wirtschaftsweg im Unterlauf wird noch überschwemmt. Höheres Schadenspotenzial geht noch von der Verrohrung eines Zulaufes des Helfanter Baches in der Brückenstraße aus. Das beidseitig dicht mit Ufermauern bestandene Gewässer überschwemmt bei Hochwasserabfluss die Ortsstraße und die angrenzenden Grundstücke, da die Verrohrung die Wassermassen nicht abführen kann und das Wasser vor dem Rohr keine Möglichkeit zur schadarmen Ausbreitung hat.

Auch im Stadtteil Wehr kam es nach diesjährigen Starkregen zu innerorts ablaufen Wassermassen und betroffenen Häusern und Grundstücken in der Straße Ober der Kirch. In den Weinbergsparzellen sammelten sich die Regenmassen und flossen entlang des Taltiefpunktes in die Straße, verteilten sich dort und überschwemmten die Privatgrundstücke. Das Wasser floss auch durch die Pfarrkirche und entlang der Straßen in die Ortsmitte, wo jedoch weniger Schäden an Wohneigentum entstanden. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sollen im Workshop Ideen und Vorschläge für potenzielle Maßnahmen zur Entschärfung der Situation gesammelt werden.

Ortsbegehung Fisch

23.07.2018

Während die Ortslage Fisch bei den diesjährigen Starkregenereignissen weitgehend glimpflich davongekommen ist, hat es 2016 höhere Schäden durch Überschwemmungen gegeben. Die neuralgischen Punkte wurden dem Planungsbüro Hömme nun in Vorbereitung des bevorstehenden Workshops gezeigt, sodass diese bereits aufgenommen und dokumentiert werden konnten. Im wesentlichen waren dies Stellen im Außengebiet sowie am unterhalb der bebauten Ortslage im Tal fließenden Mannebach. Hier ist vor allem der Kreuzungsbereich der Kreisstraßen 112 und 124 im Bereich Alter Hof (Rehlinger Hof) verstärkt betroffen, da die bestehenden Brückenbauwerke auch durch Materialtransport aus den Außengebieten zugesetzt werden und das Wasser oberflächlich auf die Straße und die angrenzenden Grundstücke übergeht. Zudem hat der Mannebach in diesem Bereich grundsätzlich sehr wenig Längsgefälle und kaum Fließgeschwindigkeit. Unterhalb des Hofes kommt es am ARMCO-Durchlass unter der K 112 ebenfalls zu Rückstau durch das schräg stehende Brückenbauwerk und die in Folge dessen starke hydraulische Überlastung des Gewässers zwischen den beiden Durchlässen.  

Verstärkt wird die Situation dort durch Materialtransport aus dem Außengebiet in das Gewässer und eine nicht optimal funktionierende Straßenentwässerung. Auch an anderen Stellen im Gemeindegebiet führt Materialtransport zu Überschwemmungen der Kreisstraße. Weitere Problemstellen in der Ortslage sollen im Rahmen des Workshops erhoben werden.

Ortsbegehung Mannebach

25.06.2018

Auch in der Ortsgemeinde Mannebach wurden kritische Stellen vor Ort begutachtet und die nächsten Arbeitsschritte vorbereitet. Der Erste Beigeordnete Herbert Stors und einige Betroffene sowie ortskundige Einwohner führten das Planungsbüro an die entsprechenden Punkte und erklärten die Situation. Der Ort liegt in einem halb trichterförmigen Talkessel unterhalb des Ortsteils Kümmern, von wo aus das Wasser durch die Ortslage bis zum Abfluss in den Mannebach fließen muss. Das Nadelöhr bildet die innerörtliche Verrohrung des Kümmerner Baches (Heinerbach), die zudem zu mehr als zwei Dritteln im Auslassbereich versandet ist und durch das extrem geringe Gefälle im talseitigen Zufluss zum Mannebach kommt es zu weiterem Rückstau in die Bachverrohrung. Der Zustand Verrohrung soll bereits in einer Sofortmaßnahme überprüft sowie der Auslassbereich unterhalten werden. Probleme besteht zudem durch Oberflächenwasser welches von der Nitteler Straße in Richtung der bebauten Ortslage fließt. Die Lage eines geplantes Neubaugebietes westlich der Ortslage soll im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes noch einmal geprüft werden.

Ortsbegehung Merzkirchen

25.06.2018

Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Martin Lutz wurden die problematischen Stellen und neuralgischen Punkte begangen und erläutert, die nach Starkregenereignissen zu Überschwemmungen der bebauten Ortslagen führten. Während der hochgelegene Hauptort Merzkirchen von innerörtlichem Wasserabfluss nicht betroffen war, kam es insbesondere in den Ortsteilen Körrig, Portz und Kelsen zu oberflächlichem Abfluss aufgrund der hohen Niederschlagsmengen und zugesetzten Kanaleinlässen. In Körrig wurde zudem aus oberhalb der Bebauung gelegenen landwirtschaftlichen Parzellen Material transportiert, dass zusätzlich die Straßeneinlässe zusetzte. Insgesamt waren die Regenmengen jedoch auch zu groß, um überhaupt durch das Kanalnetz verarbeitet zu werden. Aufgenommen wurden durch das Planungsbüro die kritischen Punkte, um entsprechende Maßnahmen zu erarbeiten.

Ortsbegehung Trassem

11.06.2018

Nach einigen Starkregenereignissen, die seit Ende Ende April über Trassem niedergingen und insbesondere im Wohngebiet Unterm Halstenberg wiederholt große Schäden anrichteten, wurde bereits gezielt der betroffene Ortsbereich begangen und das Schadensereignis sowie der Verlauf des Wassers vor Ort dokumentiert und die entsprechenden Grundstücke und Gebäude besichtigt. Für die gemeindescharfe Erarbeitung des Hochwasserschutzkonzeptes wurden nun nachgeschaltet auch die übrigen relevanten Bereiche der Ortsgemeinde Trassem begangen. Ortsbürgermeister Roland Konter und Jürgen Becker von der Freiwilligen Feuerwehr Trassem zeigten dem Planungsbüro markante Stellen an Gewässern und innerhalb der Wohnbebauung.

Auch im Mündungsbereich des Sprenkelbaches in die renaturierte Leuk sowie entlang des verrohrten Zinnbaches in Richtung Leuk hat es von oberflächlicher Überschwemmung und durch Kanalrückstau betroffene Keller und Wohnhäuser gegeben. Im Wohngebiet Sonnenberg sind angelegte Mulden zur Oberflächenentwässerung teilweise zugeschüttet worden und nicht mehr funktionsfähig. Die bereits erfolgten Renaturierungsmaßnahmen am Sprenkelbach und entlang der Leuk sorgten bei den Starkregenereignissen bereits für eine deutliche Entlastung in den entsprechenden Ortsbereichen.

Ortsbegehung Freudenburg

29.05.2018

Ortsbürgermeister Bernd Gödert und der Beigeordnete Guido Rach zeigten dem Planungsbüro einige Stellen in Freudenburg sowie im Ortsteil Kollesleuken. Hier führt ein unzureichendes Einlassbauwerk an der L 133 zu Wasserabfluss auf der Straße und Überschwemmungen in der Ortseinfahrt nach Kollesleuken. Durch die vor einigen Jahren durchgeführte  Leuk-Renaturierung ist der Ortsteil mittlerweile nicht mehr durch Flusshochwasser der Leuk betroffen gewesen. Im Hauptort Freudenburg sind bislang nur geringe Auswirkungen durch Starkregen erfahren worden. Im Bereich der Gartenstraße kommt es gelegentlich zu Wasserabfluss hinter den Privatgrundstücken, der dann die Lichtschächte und tiefergelegenen Hauseingänge bedroht. Weitere Stellen, die gemeinsam begangen wurden, waren das Baugebiet am Eiderberg sowie Überfahrten am Ewigbach.

Ortsbegehung Taben-Rodt

16.05.2018

Ortsbürgermeister Hans Joachim Wallrich und Alexander Irsch, als Vertreter der örtlichen Feuerwehr, konnten dem Planungsbüro vorbereitend für den Workshop, der am 07. Juni 2018 in Freudenburg stattfindet, prägnante Stellen in Taben-Rodt zeigen. Kritisch ist vor allem der Bereich in der Nähe des Hotel-Restaurants Rodter Eck. Dort fließt der Breinsbach verrohrt unter der Hauptstraße und selbst bei Normalwasser staut sich das Wasser im Einlassbereich. Optimierungspotenzial besteht hier im Mündungsbereich des Moorbaches, im Hinblick auf die Gewässerumfeldnutzung und den Treibgutrückhalt.  Der Moorbach weist zudem Defizite durch ein schmales Bachbett und verrohrt Überfahrten auf. Weiterhin wurden das Regenrückhaltebecken und das Grabensystem im Bereich des Neubaugebietes angeschaut.

Ortsbegehung Kastel-Staadt

30.04.2018

Ortsbürgermeister Hubert Schommer und Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Kastel-Staadt zeigten dem Planungsbüro die wenigen markanten Punkte in den Ortsteilen Kastel und Staadt. Aufgrund der topografischen und siedlungsstrukturellen Lage des Ortes auf einem Felssporn und der in den Taleinschnitten zur Saar hin entwässernden Bäche, sind die Starkregen- und Hochwassergefährdung in Kastel-Staadt, verglichen mit den Nachbargemeinden, eher gering. Im Taltiefpunkt der Ortsdurchgangsstraße wird bei Starkregen das Wasser im Kreuzungsbereich gesammelt und führt bei insbesondere durch Laub zugesetzten Einlaufschächten zu Überschwemmungen der benachbarten Keller. Ein Rückhaltebecken unterhalb des Neubaugebietes, entlang der K 127, brach 2016 und führte zu einer Sturzflut in das Pinschbachtal. Mittlerweile wurde das Becken wieder instand gesetzt und führte seitdem nicht mehr zu Problemen. Im Ortsteil Staadt mündet der zwischenzeitlich verrohrte Neufelser Bach in die Saar. Größere Einsatzfälle gab es hier noch nicht, lediglich die Saar überschwemmte bei Hochwasserführung in den letzten Jahren die Bundesstraße 51. Im Tal des Neufelser Baches bestehen zudem Potenzialflächen zur Treibgutrückhaltung, die bei auftretenden Problemen mit transportiertem Material vor der Verrohrung aktiviert werden könnten.

Ortsbegehung Kirf

09.04.2018

In den Ortsteilen Kirf und Meurich der Ortsgemeinde Kirf besteht hauptsächlich Überschwemmungsgefahr durch Sturzfluten nach Starkregenereignissen sowie durch stark abfließendes Wasser aus der Straßenentwässerung am oberen Rand des Neubaugebietes in Kirf. Die Gewässer Kirfer Bach und der Weyerbach in Meurich sind innerorts verrohrt und entwässern ab unterhalb der Ortslage schadfrei für Bebauung und Bevölkerung in die Leuk. Durch die hangseitige Bebauung und die markanten Taleinschnitte besteht jedoch in einzelnen Bereichen der Ortsteile verstärkt die Gefahr von Sturzfluten bei Starkregenereignissen. Diese gilt es im Rahmen der Maßnahmenentwicklung zu untersuchen und entsprechend zu minimieren. Ortsbürgermeister Josef Krug sowie ein weiteres Ratsmitglied zeigten dem Planungsbüro Stellen, in denen bereits in der Vergangenheit Probleme nach Starkregen verursacht wurden und wie das Wasser innerhalb des Orts geführt in die Bäche eingeleitet wird. Der Ortsteil Beuren/ Saargau liegt im Quellbereich des Dilmarbaches, der bereits einer Renaturierung unterzogen wurde und an der bebauten Ortslage südlich entlang fließt und in die Mosel entwässert. Durch die Plateaulage sind die Gefahrenbereiche hier geringer als in den beiden anderen Ortsteilen.

Ortsbegehung Irsch/Saar

06.04.2018

Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Jürgen Haag machte das Planungsbüro einen umfassenden Rundgang durch die Ortsgemeinde Irsch/Saar, um einen Überblick zu erhalten über die Entwässerungssituation vor Ort und die potenziell hochwassergefährdeten Bereiche sowie die Steillagen im Außengebiet, die bei Starkregenereignissen zu Sturzfluten führen können und dabei unter Umständen die bebaute Ortslage gefährden könnten. Die Gemeinde wird von drei wesentlichen Gewässerläufen durchzogen: von Irscher Bach, Büsterbach und Freielsbach. Die Bachläufe sind innerhalb des Ortes teilweise verrohrt, weswegen insbesondere die Einlasssituationen vor den Verrohrungen sowie die Wasserführung innerhalb der Kanäle wichtige Punkte der Betrachtung sind. Ortsbürgermeister Haag zeigte außerdem die einzelnen Rückhaltebecken im Bereich der Neubaugebiete sowie ein altes Auffangbecken unterhalb der ehemaligen Saarburger Militärareale, welches eine potenzielle Maßnahme für eine Reaktivierung im Sinne einer  Optimierung der Rückhaltefunktion darstellt. Die geplante Renaturierung des Irscher Baches sowie eine mögliche Offenlegung innerhalb des Ortes werden bei der Konzeption von Hochwasserschutzmaßnahmen mit einbezogen. Über das Renaturierungsvorhaben und die dabei angedachten Möglichkeiten sollen die betroffenen Anlieger zeitnah informiert werden.

Ortsbegehung Ockfen

12.03.2018

Auch in Ockfen ist das Thema Außengebietsentwässerung durch die Lage unterhalb der Weinbergsparzellen ein sehr zentrales. Zudem sind Gewässer bzw. Zuläufe aus dem Außengebiet in der Ortslage verrohrt und führen bei zugesetzten Einlassbauwerken zu oberflächigem Wasserabfluss in Richtung der Bebauung. Weitere Punkte der Betrachtung waren der Rückstaubereich des Ockfener Bachs im Mündungsbereich der Saar, der verlegte und verrohrte Domänenbach sowie die potenziellen Entstehungsgebiete von Sturzfluten in Richtung der Bebauung.

Ortsbegehung Ayl 

12.03.2018

Die ersten Ortsbegehungen in der VG Saarburg fanden in Vorbereitung des ersten Workshops in Ayl und Ockfen statt. Gemeinsam mit Ortsbürgermeister Siegfried Büdinger und einem Vertreter der örtlichen Feuerwehr wurde zunächst die Starkregenproblematik der Gemeinde besprochen. Zuletzt 1975 und 1976 gab es heftige Starkregen über dem Gemeindegebiet, die zu Hochwasserabfluss durch den Ort und viele vollgelaufene Keller führten – dennoch besteht nach wie vor eine Gefahr vor  Starkregen und durch die Lage des Hauptortes am Rand zweier Taleinschnitte auch die Notwendigkeit zur Betrachtung des potenziellen Wasserabflusses durch die Bebauung. Bei der Ortsbegehung wurden anschließend unter anderem bestehende Regenrückhaltebecken und die Situation der Bachläufe vor den Einlässen in die innerörtliche Verrohrung begutachtet. Weitere Punkte waren die Entwässerung des Außengebiets, die Zuflüsse der Gewässer aus den Verrohrungen in den Gollersbach sowie die bestehende Hochwasserschutzanlage im Ortsteil Biebelhausen.