Hochwasserschutzkonzept für die
Verbandsgemeinde Konz

Seit Anfang 2018 arbeitet der Mosel- und Saaranrainer intensiv am neuen Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept.

Gemeinsam mit den einzelnen Ortsgemeinden nimmt sich die Verbandsgemeinde Konz der Starkregen- und Hochwasserproblematik im Verbandsgemeindegebiet an. In Zusammenarbeit mit Fachbehörden und Maßnahmenträgern sowie im Rahmen einer intensiven Bürgerbeteiligung wird ein wirksames Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept für das Verbandsgemeindegebiet erarbeitet.

Neben einer aktiven Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, werden in die Erarbeitung wirksamer Maßnahmen und Strategien zur öffentlichen und privaten Vorsorge vor Überschwemmungen auch weitere Stellen, Fachbehörden, Träger öffentlicher Belange und Multiplikatoren eingebunden. Diese sind

  • Verbandsgemeindewerke
  • Feuerwehren der Verbandsgemeinde
  • Landesbetrieb Mobilität
  • Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum
  • Landesforsten Rheinland-Pfalz
  • Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Regionalstelle Wasserwirtschaft
  • Informations- und Beratungszentrum Hochwasservorsorge Rheinland-Pfalz
  • Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten RLP
  • u.w.

Betroffenheit von Starkregen und Hochwasser

An Mosel und Saar gelegen, ist die Gefahr von Überschwemmungen durch die Flusshochwasser vor Ort bekannt. Hier wurden in der Vergangenheit bereits Maßnahmen zur Gefahrenabwehr getroffen. Durch die in den letzten Jahren häufiger aufgetretenen Überschwemmungen auch in den von Mosel und Saar entfernten Orten, steigt das Erfordernis nach gezielten Vorsorgemaßnahmen gegenüber Starkregenereignissen und Sturzfluten.

Auch in den lediglich an kleineren Bächen und Gewässersystemen gelegen Ortsgemeinden sorgen intensive Starkregenereignisse für schadhafte Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und unpassierbare Straßen. Verstärkt werden diese Gefahren durch Sturzfluten aus den Außengebieten, die sich aus den Weinbergen und Hanglagen in die bebauten Ortslagen und auf die Verbindungsstraßen ergießen und dort ein erhebliches Schadenspotenzial haben.

Feuerwehr-Einsätze nach Starkregenereignissen 2002-2017 (vereinfachte Darstellung)

Feuerwehr-Einsätze nach Starkregenereignissen 2002-2017 (vereinfachte Darstellung)

Ortsgemeinden

Die Verbandsgemeinde Konz umfasst die Stadt Konz sowie 11 weitere Ortsgemeinden. Mit einem Klick auf die einzelnen Orte werden Sie auf die jeweilige Webseite der Gemeinde weitergeleitet.

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Workshops

Die Bürgerbeteiligung ist ein wesentlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses zur Ableitung von Maßnahmen für das Hochwasserschutzkonzept. Informieren Sie sich nachfolgend über die Themen und Diskussionen der bereits stattgefundenen Workshops.

Workshop Tawern, Onsdorf, Wawern

Am Abend des 21. Februar 2018 fand der erste Workshop zum Hochwasserschutzkonzept der Verbandsgemeinde Konz im Bürgerhaus in Tawern statt. Eingeladen waren die Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinden Tawern, Wawern und Onsdorf. Zahlreich waren sie der Einladung gefolgt und erarbeiteten in fünf Gruppen ein übersichtliches Gesamtbild der bestehenden Problemstellen in den Ortslagen und möglicher Lösungen und Verbesserungen. Nach einer Begrüßung durch den Tawerner Ortsbürgermeister und Gastgeber Thomas Müller wurde einleitend das Vorgehen bei der Erarbeitung des Hochwasserschutzkonzeptes vorgestellt und ein Überblick über vorliegendes Informationsmaterial zu verschiedenen Aspekten insbesondere der privaten Hochwasservorsorge gegeben. Zwei kurze informative Filmbeiträge erläuterten einige Möglichkeiten des Objektschutzes und machten auf die besondere Gefährdung durch Starkregen aufmerksam.

Anschließend erarbeiteten die mehr als 50 Teilnehmenden in fünf Gruppen die akuten Gefahrenstellen in der bebauten Ortslage und mit welchen Möglichkeiten man diese entschärfen könnte. Für Tawern sind besonders hervorzuheben der Mündungsbereich von Mausbach und Mannebach, die Problematik der Gewässerunterhaltung an beiden Bächen und der Rückstau durch zugesetzte Brücken- und Einlassbauwerke in einzelnen Gewässerabschnitten. Weiterhin diskutiert wurden eventuelle Bereiche zur Anlage von Rückhaltebecken, die Außengebietsentwässerung sowie die Ausstattung und Einsatzabläufe der Feuerwehr.

In Onsdorf wurden als Zielstellungen des Hochwasserschutzkonzeptes formuliert: die Verbesserung der oberflächigen Wasserführung an der bebauten Ortslage vorbei, die Verbesserung der Ausstattung der Feuerwehr und eine Überprüfung der kritischen Infrastrukturen wie Strom und Abwasser.

Auch in Wawern waren die Außengebietsentwässerung und die Wasserführung aus den landwirtschaftlichen Parzellen ein Thema. Optimierungsbedarf wird hauptsächlich an den Einlass- und Durchlassbauwerken gesehen sowie bei der Entwässerung des Naturschutzgebietes und der Unterhaltung des Weyerbaches. Der Standort des Feuerwehrhauses sowie weiterer kritischer Infrastrukturen im Überschwemmungsbereich sollten verstärkt geprüft werden.