Hochwasservorsorgekonzept für die
Verbandsgemeinde Schweich

Für alle Ortsgemeinden und die Stadt Schweich werden ab Herbst 2019 Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte unter aktiver Beteiligung der Bevölkerung aufgestellt.

Die Verbandsgemeinde Schweich möchte für alle Gemeinden und die Stadt Schweich Hochwasservorsorgekonzepte und/oder Starkregenvorsorgekonzepte erstellen, um den Stand der Hochwasservorsorge in allen Bereichen zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Als Pilotprojekt wurde bis 2018 mit dem Vorsorgekonzept für die Ortsgemeinde Kenn das erste Konzept für eine der verbandsangehörigen Gemeinden erstellt. Noch im Jahr 2019 soll nun der Prozess erweitert werden und alle weiteren Gemeinden und die Stadt Schweich hinsichtlich Gefährdungslage, bereits durchgeführter und bestehender Schutzvorkehrungen und Vorsorgemaßnahmen betrachtet werden und ergänzende, die Vorsorge erweiternde Maßnahmen definiert und in die Umsetzung gebracht werden. 

Auch Gemeinden, die bisher nicht von Überschwemmungen durch Hochwasser oder Starkregen betroffen waren, sind – in unterschiedlichem Ausmaß – gefährdet und sollten Vorbereitungen und Vorkehrungen treffen, um das Schadensausmaß so gering wie möglich zu halten.

Alle Maßnahmen der Starkregen- und Hochwasservorsorge sind jedoch endlich. Größere Ereignisse  sind denkbar, so dass auch die getroffenen Maßnahmen nicht mehr ausreichen, Wasser und Schlamm aus der Ortslage fernzuhalten. Unter diesem Gesichtspunkt gewinnt die Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger besondere Bedeutung. Die Betroffenen sind nach Was­serhaushaltsgesetz selbst verantwortlich, in dem ihnen möglichen und zumutbaren Maße Vorsorge zu treffen und die Schäden zu minimieren. Bei großen Hochwassern und extremen Starkregenereignissen mit sehr seltenen Wiederkehrzeiten werden sich auch in Zukunft Schäden nicht vermeiden, aber durch gute Vorbereitung und passende Schutzmaßnahmen deutlich verringern lassen. Ein wesentlicher Bestandteil der Konzepterstellung ist daher auch die Sensibilisierung und Information der Bevölkerung sowie die Einbindung in den Prozess der Maßnahmenentwicklung. Die örtlichen Kenntnisse und Erfahrungen der Einwohner helfen dabei, wirkungsvolle Maßnahmen zu entwickeln, die an den tatsächlichen Problemstellen ansetzen. Um dieses Wissen und auch die Ideen und Lösungsvorschläge aufzunehmen, werden örtliche Bürgerveranstaltungen für alle Ortsgemeinden und die Stadt Schweich durchgeführt, zu der alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind.

Ortsgemeinden

Zur Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße gehören die Stadt Schweich sowie 18 eigenständige Ortsgemeinden. Durch Anklicken der Gemeindeflächen gelangen Sie auf die Webseiten der Orte.

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Ortsbegehungen

Ortsbegehung Stadt Schweich

07.10.2020

Thema des heutigen Vor-Ort-Termins war u.a. der Lehmbach, welcher im Norden in die Ortslage eintritt, diese hauptsächlich offen quert und östlich der Oberstiftstraße, auf Höhe des Laeischenhofes, in den Föhrenbach fließt. Hier wurde der Bereich um den Durchlass an der Oberstiftstraße inspiziert und bauliche Verbesserungspotenziale für den Abfluss im Starkregenfall festgehalten. Sowohl in technisch-baulicher Hinsicht als auch im betreffenden Gewässerabschnitt existieren Optionen, um die Kapazität des Bachlaufes bei einer massiven Beaufschlagung gänzlich nutzen zu können. Die Anbringung eines Schrägrostes vor der Verrohrung ist nur eine von vielen Möglichkeiten, die zur Entschärfung der Gefahrenlage beitragen könnten.

Weitere Besichtigungspunkte waren u.a.

  • der Geschiebefang am Lehmbach oberhalb des Bahndammes
  • das Rückhaltebecken auf der Fluhr Maruhlergraben, gegenüber des Schweicher Bahnhofes

Ortsbegehung Naurath

30.09.2020

Aufgrund der begrenzten Erfahrungswerte, die die Ortslage im Hinblick auf Starkregenereignisse vorzuweisen hat, halten sich die Kenntnisse zu (etwaigen) neuralgischen Punkten in Grenzen. Vor einigen Jahren wurde es infolge intensiver Niederschläge im Bereich des Feuerwehrhauses kritisch, als sturzflutartige Abflusskonzentrationen von Nordwesten her, rechts und linksseitig des Gebäudes weitergeleitet wurden und die Fläche aufgrund der dortigen Senke eingestaut wurde. Dies birgt im Ereignisfall eine hohe Gefährdung für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr und gilt es grundsätzlich zu vermeiden. In diesem Zusammenhang konnten verschiedene Lösungsansätze festgehalten werden, die es im weiteren Projektverlauf mit den jeweiligen Zuständigen abzustimmen bzw. zu prüfen gilt.

Weiter von Interesse ist die Entwässerung des westlich an die Ortslage angrenzenden Neubaugebietes. Diese gilt es vor dem Hintergrund der Starkregenvorsorge nochmals abzufragen, um einer potenziellen Verschärfung bei derartigen Ereignisses entgegenzuwirken.

Eine weitere Gefahrenlage, die in der Sturzflutgefahrenkarte als solche dargestellt wird, die sich jedoch aufgrund der örtlichen Gegebenheiten als nicht sonderlich kritisch für die Bebauung herausgestellt hat, wurde im Bereich des Ortseingangs, von Hetzerath kommend, angegeben. Die Flächen rund um den Gitzertbach entsprechen einem sehr großen Einzugsgebiet und dementsprechend sind für diesen Bereich massive, sich potenziell ausbildende Abflusskonzentrationen verzeichnet. Jedoch liegen diesbezüglich noch keine brenzligen Erfahrungswerte vor. Es steht zum einen ausreichend Retentionsraum zur Verfügung und zum anderen würde der Abfluss aufgrund des Geländes unterhalb der Föhrener Straße wieder dem Bachbett zufließen.

Ortsbegehung Föhren

28.09.2020

Ein Schwerpunkt der Ortsbegehung bezog sich auf den Föhrenbach oberhalb der Ortslage bzw. auf dessen Einzugsgebiet und somit auf die Flächen, die in eben dieses Bachtal entwässern. Hier sehen die Beteiligten eine unmittelbare Gefährdung der Ortslage im Ereignisfall. Beim Starkregen diesen Jahres wurde die Schlossanlage Föhrens massiv überflutet, sodass in der Konsequenz bei einem stärkeren Ereignis auch ein sehr hohes Schadensrisiko für die nachfolgende Bebauung besteht. Bei der Sichtung vor Ort konnten Optionen identifiziert werden, um eben dieses Risiko zu begrenzen und die es im weiteren Projektverlauf zu prüfen gilt.

Hinsichtlich des innerörtlichen Bachlaufes wurde seitens des Wehrführers auf den Bewuchs im und am Gewässer hingewiesen. Wenn auch grundsätzlich eine solche Vegetation in diesem Kontext gewünscht ist, muss die Unterhaltung gewisser innerörtlicher Gewässerabschnitte und der entsprechende Umfang festgelegt sein. Diese Thematik wird auch Inhalt des örtlichen Konzeptes zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge sein und gilt es bei dessen weiterer Bearbeitung mit den jeweils Zuständigen abzustimmen.

Weiter von Interesse waren u.a.:

  • der Starkregenabfluss, die Straßenzüge im Klostergarten und Auf Bobüsch betreffend
  • die zusätzliche Beaufschlagung der Straße Im Käulchen durch Starkregenabfluss aus dem Außengebiet, welcher über einen Fußweg zur Bebauung geführt wird
  • die Beckenstrukturen hinter dem Bebauungsriegel Reilsheck, welche im Starkregenfall der Wasserrückhaltung dienen soll

Ortsbegehung Bekond

07.09.2020

Von Interesse war u.a. der Kahlbach, der abschnittsweise renaturiert vorliegt. Für den Abschnitt vor dem Durchlass an der Schulstraße wurde ein zunehmender Unterhaltungsbedarf des Gewässers festgestellt. Teilweise ragen Bäume bis ins Bachbett hinein und es ist nur sehr schwer einsehbar, ob sich auch (abtriebsgefährdete) Vegetation im Bachlauf befindet, die bei einer extremen Beaufschlagung des Gewässers mitgerissen werden und den nächsten Durchlass zusetzen und somit zu folgenreichen Überschwemmungen führen kann. 

Darüber hinaus wurde von einem zurückliegenden Ereignis berichtet, bei dem der Sportplatz durch die stark wasserführende Schulstraße überschwemmt wurde. Der Sportplatz wurde anschließend baulich etwas abgeschirmt, um eine erneute Überflutung zu verhindern. Um grundsätzlich den Abfluss in der Straße zu reduzieren, ist es wichtig, diesen weiter oberhalb, bestenfalls kontrolliert abzuleiten. Hierzu bestehen bereits Entwässerungseinrichtungen, die es notwendigerweise regelmäßig freizustellen gilt, sodass im Starkregenfall eine Wasserführung möglich ist, die nicht auf die bebaute Ortslage abzielt.

Zu den weiteren Begehungsgegenständen zählten die zur Rückhaltung vorgesehenen Becken südlich der bebauten Ortslage. In diesem Zusammenhang konnten nützliche Ansätze festgehalten werden, wie diese effizienter genutzt bzw. beaufschlagt werden können.

Weitere Inhalte der Ortsbegehung bezogen sich u.a. auf:

  • wasserführende Straßenzüge innerorts (Raiffeisenstraße, Bergstraße, Kirchstraße)
  • wasserführende Wirtschaftswege östlich der bebauten Ortslage, die wiederum zum innerörtlichen Abfluss über die Weinbergstraße führen

Ortsbegehung Thörnich

Von besonderem Interesse war der Zustand der vorhandenen Hochwasserschutzanlage, die die bebaute Ortslage vor einem gewissen Hochwasserereignis eines bestimmten Ausmaßes schützen soll. In diesem Zusammenhang gilt es im weiteren Projektverlauf mit den Zuständigen zu klären, auf welches Ereignis die Einrichtung bemessen wurde, um dann nachvollziehen zu können, ob ein dementsprechender Schutz entlang der gesamten Anlage gewährleistet ist. Grundsätzlich lässt sich nach der Sichtung der verschiedenen Abschnitte sagen, dass ein einheitlicher Schutz nicht gegeben ist, da beispielsweise die  Aufschüttungen keine durchgängig übereinstimmende Höhe aufweisen. Ein besonderes Risiko besteht insbesondere darin, dass die Ortslage von hinten, über die Hauptstraße, von Hochwasserabfluss betroffen sein kann , da die Funktionsfähigkeit des südlichst gelegenen Hochwasserschutzes aufgrund des mangelhaften (Unterhaltung-) Zustands nicht mehr gegeben ist. Dies erwies sich bereits beim Hochwasserereignis im Jahr 1993 als problematisch, welches unter den derzeitigen Kenntnissen als 50-60-jähriges Ereignis einzuordnen ist, wonach es keinesfalls den potenziellen Extremfall als auch kein 100-jährliches Hochwasserereignis wiederspiegelt. Unter Berücksichtigung des (potenziellen) Schadensausmaßes ist die Ertüchtigung des Hochwasserschutzes, in diesem Bereich, aber auch darüber hinaus, beispielsweise entlang der Straße „Hinter der Kirche“, unbedingt notwendig, um die bebaute Ortslage bestmöglichst zu schützen. Des Weiteren bedarf die Hochwasserschutzmauer einer grundlegenden Sanierung. Diese ist nicht mehr intakt und weist markante Risse auf, sodass ein Schutz nicht mehr gegeben ist. Eine weitere (erwiesene) Gefährdungslage wurde für den nordöstlich gelegenen Abschnitt der L 48 beschrieben. Hier hatte man 1993 einen gewissen Bereich mit Sandsäcken gesichert, dennoch gelangte der Hochwasserabluss über einen nicht gesicherten Abschnitt auf die Straße, von wo dieser über die angrenzende Weinbaufläche geradewegs in Richtung der Bebauung des Leiwener Weges und benachbarter Straßenzüge floss. Zudem wurde der Abfluss über die Landesstraße in die Ortslage weitergeleitet. Entsprechend geeignete Maßnahmen, die diese Problemlage entschärfen, gilt es im weiteren Verlauf zu prüfen. 

Ortsbegehung Riol

29.06.2020

Der Kreis der Teilnehmer setzte sich aus der Ortsbürgermeisterin Dr. Egner-Duppich, Vertretern des Landesforsten, des Bauern- und Winzerverbandes, Mitgliedern des Gemeinderats und dem Wehrführer sowie dessen Vertretung zusammen.

Für elementar, im Sinne einer zielführenden Starkregenvorsorge, halten die Ortskundigen die Optimierung der Entwässerung der nördlich der Ortslage befindlichen Autobahn bzw. der oberhalb angrenzenden Flächen, welche vielmehr in Richtung Bebauung und nicht in der ursprünglich hierfür vorgesehenen Einrichtung zurückgehalten wird. Um dieses Problem zu veranschaulichen, wurden die Mitarbeiter des projektbeauftragten Planungsbüros Hömme zum Rückhaltebecken der Autobahn geführt, welches, Berichten zufolge, zu keinem Zeitpunkt beaufschlagt wird. Vielmehr wird der Abfluss zu der anderen Seite, sprich zu den Entwässerungseinrichtungen auf Rioler Seite geführt, deren Auslastungsgrenze, in Betracht des anfallenden Wasservolumens, schnell erreicht ist, sodass der Abfluss über die langgezogenen Hangflächen sowie Wirtschaftswege geradewegs in Richtung der bebauten Ortslage geführt wird. Infolgedessen entstandene Probleme wurden insbesondere im Bereich der Bergstraße, Waldstraße und Im Sauerborn verzeichnet. In diesem Zusammenhang wurden unterschiedliche neuralgische Punkte besichtigt und erste Lösungsansätze erläutert sowie diskutiert.

Eine weitere Gefahrenlage berichteten die Anwesenden für die Entwässerungsrinne, die südöstlich der Bebauung an einem Wirtschaftsweg verrohrt, quer unter einem Weinberg verläuft und anschließend dem Poldergraben zugeführt wird. Auch hier konnten Vorschläge zur Entschärfung gemacht werden, die es nun im weiteren Projektverlauf weitergehend, unter Einbezug der Flächeneigentümer, zu prüfen gilt.

Ein weiterer Besichtigungspunkt der Begehung war der Entwässerungsgraben im Bereich Auf Plandert.

Ortsbegehung Leiwen

18.06.2020

Die Führung der Ortsbegehung übernahmen Ortsbürgermeister Sascha Hermes und Wehrführer sowie Gemeindearbeiter Jürgen Schneider. Der Fokus lag insbesondere auf der Außengebietsentwässerung, inklusive der diesbezüglichen Entwässerungseinrichtungen, da hier bereits vermehrt Schäden an Wirtschaftswegen registriert und auch Abflusskonzentrationen wahrgenommen wurden, die in Richtung der Ortslage zielen. Letztere wurden u.a. für die Straße Beim Weinskreuz und entlang der Klostergartenstraße berichtet. Aber auch darüber hinaus ist Starkregenabfluss denkbar, insbesondere vor dem Hintergrund des derzeitigen Zustands bzw. der baulichen Ausführung der Entwässerungseinrichtungen. In diesem Zusammenhang wurden besonders kritische Einlassbauwerke aufgenommen und protokolliert sowie erste Handlungsoptionen und Verbesserungsvorschläge seitens des projektbeauftragten Planungsbüros Hömme erläutert. Insbesondere eine ohnehin vorgesehene Wegebaumaßnahme, welche für Leiwen beispielsweise für den Wirtschaftsweg in Verlängerung der Urbanusstraße geplant ist, bietet sich an, um auch Ansprüche der Starkregenvorsorge zu berücksichtigen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen, sodass die (potenziellen) Abflusskonzentrationen, die in die Ortslage geführt werden, reduziert werden können.

Als überhaus positiv, um Wasser innerorts aus der Straße möglichst schadarm von der Bebauung wegzuleiten, sind die Überlaufschwellen an den Brücken der Mühlenstraße und Schulstraße zu bewerten, die den Abfluss aus den Straßen (oder aus den innerörtlichen Winzerflächen, siehe Schulstraße) und aus den dreizeiligen Rinnen in den Schandelbach abführen und so weitestgehend verhindern, dass Anlieger zu Schaden kommen.

Darüber hinaus stellte selbstverständlich auch die Hochwasserthematik einen weiteren Schwerpunkt der Ortsbegehung dar. Neben infrastrukturellen Details wurde auch die notwendige Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger angemerkt, welcher sich im Rahmen des noch ausstehenden Bürgerworkshops angenommen wird. Das Thema gilt es jedoch auch fernab solcher Veranstaltungen im Ortsbild präsent zu machen, beispielsweise mit Hinweisplaketten, die bereits vereinzelt an dem einen oder anderen Gebäude angebracht sind. Besonders Neuzugezogene gilt es auf diese Gefahrenlage aufmerksam zu machen und anzuregen, sich in dieser Hinsicht umfassend zu informieren.

Ortsbegehung Schleich

15.06.2020

Bei dem Termin wurden insbesondere solche Punkte in Augenschein genommen, die sich auch beim jüngst zurückliegenden Ereignis im Februar diesen Jahres als problematisch herausgestellt haben. Zu diesen zählten auch die Örtlichkeiten im Süden der bebauten Ortslage, die einen massiven Starkregenabfluss in Richtung der Bebauung über die Moselweinstraße verursachten. Gespeist wurde dieser von den oberhalb befindlichen (Wald-) Flächen. Hier wurden darüber hinaus erhebliche Mengen an Boden und Geröll mobilisiert, die die Geschiebefänge schnell zusetzten , sodass es zu dem soeben beschriebenen Oberflächenabfluss über den Hohlweg und anschließend über die Moselweinstraße kam. Die Einlässe zwischen Hohlweg und Moselweinstraße waren infolge des mittransportierten Materials auch nicht mehr funktionstüchtig, sodass der Abfluss über die Moselweinstraße zusätzlich begünstigt wurde. Abhilfe zur Umleitung des Abflusses schafften Sandsäcke, die jedoch zum Zeitpunkt des Geschehens nicht direkt bereitstanden. Dieser Missstand wurde bereits behoben und die Sandsäcke stehen nun jederzeit zur Verfügung. Bezüglich der gesamten Problemstellung konnten im Rahmen der Ortsbegehung einige Verbesserungsansätze bzw. -vorschläge festgehalten werden, die im Wesentlichen dazu beitragen sollen, möglichst viel Material oberhalb abzugreifen und die vorhandenen Entwässerungseinrichtungen insofern zu ertüchtigen und ggf. zu erweitern, um auch die Wasserrückhaltefunktion zu optimieren. Ein weiterer diesbezüglicher Hinweis galt dem unterspülten Wanderweg in diesem Bereich, für den es eine Lösung zu erörtern gilt. Details werden im weiteren Projektverlauf mit den jeweils Zuständigen abgestimmt werden, um adäquate Maßnahmenvorschläge für das Konzept festhalten zu können.

Die Entwässerung des Elsgrabens, welcher entlang der Straße Im Kardel verrohrt und nach der Moselweinstraße teils offen, teils verrohrt durch die Ortslage läuft, bevor das Gewässer in die Mosel mündet, funktionierte bei den vergangenen Starkregenereignissen weitestgehend. Vor dem Hintergrund tendenziell ansteigender Niederschlagsdimensionen macht es aber durchaus Sinn typische Gefahrenlagen am Gewässer zu inspizieren und dahingehend zu optimieren, sodass diese auch bei einer höheren zusätzlichen Beaufschlagung einen schadarmen Abfluss des Gewässers gewährleisten. Diesbezüglich konnten insbesondere im Bereich der Durchlässe mögliche Änderungen diskutiert werden, die zu einer Entschärfung bei Starkregen beitragen können.

Weitere Inhalte der Ortsbegehung bezogen sich u.a. auf:

  • den Bereich Am Kraftwerk (Einstau der (ehemaligen) Sportplatzfläche)
  • die Staustufe

Ortsbegehung Ensch

08.06.2020

Der Ortsbürgermeister Matthias Otto wurde bei der Erläuterung der einzelnen Problempunkte vom Wehrführer Benjamin Kihm und dem ortskundigen Gemeindearbeiter Herr Schätter unterstützt, um dem projektbeauftragten Planungsbüro Hömme für die daran anschließende Analyse und Maßnahmenfindung eine geeignete (Daten-) Grundlage zu liefern.

Zu Beginn der Begehung machte man auf die Abflusskonzentrationen, südlich der bebauten Ortslage, aufmerksam, welche bei einem vergangenen Unwetterereignis bereits zu Überschwemmungen entlang der Martinstraße führten. Ursache war der Kästchesgraben bzw. das Versagen der dortigen Entwässerungseinrichtung, wodurch es zu einem konzentrierten und gezielten Abfluss in Richtung der Ortslage kam. Geröll setzte den in Ortsrandlage befindlichen Durchlass unmittelbar zu, das Wasser floss über die Martinstraße ab und verursachte erhebliche Schäden auf privaten Grundstücken. Infolgedessen wurde ein leistungsfähiger Geschiebefang eingesetzt, der im Vergleich zur ursprünglichen Konstruktion eine wesentlich bessere Zugänglichkeit zu Unterhaltungszwecken aufweist. Darüber hinaus wurde, um das Wasser großflächig bewirtschaften zu können, sowohl aus dem Graben als auch aus den entwässernden Wirtschaftswegen, ein horizontales Rost im Weg installiert, welches zusätzlich Material abfängt. Diese Faktoren tragen maßgebend dazu bei, den Abfluss in Richtung der bebauten Ortslage zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Darüber hinaus könnte es eine Option sein, den Durchlass vor der Bebauung baulich so herzurichten, sodass sich dieser nicht sofort zusetzt und leistungsfähig bleibt. Die diesbezüglichen Details gilt es nun im weiteren Projektverlauf zu prüfen. Unerlässlich ist die regelmäßige Unterhaltung der soeben beschriebenen Anlagen, damit diese langfristig funktionstüchtig bleiben. Ein solcher Unterhaltungsbedarf ergibt sich für Ensch auch an anderen Stellen, so beispielsweise am Dorfbach, unter besonderer Berücksichtigung der Bereiche vor dem Durchlassbauwerk an der Straße In der Bornwiese und vor der Verrohrung auf Höhe der Martinstraße. Ein ungehinderter Abfluss ist im Ereignisfall elementar, um das Schadenspotenzial für die Umgebung gering zu halten. In diesem Sinne ist beispielsweise das Einlassbauwerk auf Höhe der Martinstraße freizuschneiden und das angrenzende Gewässerumfeld so zu gestalten, dass die Gefahrensituation (durch Zusetzen des Bauwerks) nicht zusätzlich verschärft wird.

Ein weiteres Problemfeld Enschs, welches es im Vorsorgekonzept zu behandeln gilt, besteht in der unmittelbaren Gefährdung bei Hochwasserführung der Mosel. Zwar stellten der Straßendamm der Bundesstraße als auch andere vorhandene Strukturen bisher einen ausreichenden Schutz für die bebaute Ortslage dar, jedoch gibt es hinsichtlich eines angemessenen Schutzes noch einige Fragen zu klären sowie entsprechende Vorkehrungen zu treffen.

Weitere Inhalte der Ortsbegehung bezogen sich u.a. auf:

  • den Kauterbach, dessen Unterhaltungszustand und Einleitung in die Mosel
  • den Zustand/ die Ausführung einer weiteren Entwässerungsrinne oberhalb der Martinstraße

Ortsbegehung Köwerich

07.05.2020

Die Erfahrungen Köwerichs beschränken sich nahezu ausschließlich auf die Gefährdung und Betroffenheit infolge von Hochwasserereignissen. Diesbezüglich erinnert man sich insbesondere an das schwere Hochwasser im Jahr 1993, welches verheerende Schäden innerorts verursacht hat. Viele Anwohner haben infolgedessen die Nutzung der im Überflutungsbereich befindlichen Objekte angepasst: die Wohnraumnutzung beginnt häufig erst im ersten Stock der Gebäude und die unteren Etagen werden oft ausschließlich und wenn überhaupt zu Lagerzwecken genutzt. In diesem Zusammenhang ist es elementar, Zugezogene über diese Gefahrenlage aufzuklären und zu informieren, da das Risiko oftmals nicht als solches wahrgenommen wird, wenn keine persönlichen Erfahrungswerte vorliegen. Hierzu wird auch der noch ausstehende Bürgerworkshop für Köwerich dienen. Der ursprüngliche Termin im Mai kann coronabedingt zwar nicht stattfinden, jedoch wird zu gegebenem Zeitpunkt ein Nachholtermin veröffentlicht, sodass sich die Bürgerinnen und Bürger zum einen zur Starkregen- und Hochwasservorsorge und auch zu entsprechenden Handlungsoptionen der Eigenvorsorge informieren und zum anderen sich mit ihren individuellen Erfahrungen und Einschätzungen einbringen können.

Ein wesentlich berichtetes Problem im Hochwasserfall der Mosel ist, dass sich das Wasser, bevor es auf direktem Weg in die Ortslage gelangt, bereits im Vorfeld aus der Fläche nach oben drückt: Kanaldeckel werden überströmt bzw. durch den Wasserdruck angehoben und das Wasser gelangt über unversiegelte Flächen nach oben und verteilt sich. Diese Problematik zeigte sich wiederkehrend u.a. im Bereich des Straßenzuges St. Kunibert-Platz, welcher auch beim jüngsten Hochwasserereignis wieder unter Wasser stand, wobei die Landesstraße trocken blieb. Diesbezüglich gilt es im weiteren Projektverlauf die Kanalpläne zu prüfen, um der Ursache dieser Problematik nachzugehen und etwaige Lösungen bzw. Optionen der Entschärfung zu ermitteln.

Ein weiterer Themenschwerpunkt der Ortsbegehung galt der Ermittlung der (potenziellen) Betroffenheit der bebauten Ortslage Köwerichs durch Starkregenabfluss. Auch wenn diesbezüglich noch keine realen Erfahrungswerte vorliegen, ist es wichtig das Risiko zu berücksichtigen und entsprechende Gefährdungspotenziale zu identifizieren. Als Hilfestellung dient die sogenannte Sturzflutgefahrenkarte des Landes, welche, unter vorwiegender Berücksichtigung der Topographie, solche sich potenziell bildende Abflusskonzentrationen im Starkregenfall abbildet. Diese Darstellungen wurden nun den Gegebenheiten vor Ort gegenüber gestellt, um das tatsächliche Risiko zu ermitteln. Der Fokus lag hierbei auf den südwestlich angrenzenden Weinbergsflächen. Insbesondere vor dem Hintergrund etwaiger Siedlungserweiterungen gilt es die Belange der Starkregenvorsorge zu berücksichtigen und in die entsprechende Planung mit einzubeziehen. 

Ortsbegehung Mehring

04.05.2020

Mit der Ortsbegehung wurde der erste Schritt hinsichtlich einer umfassenden Datenerfassung, basierend auf realen Erfahrungswerten, für die Ortsgemeinde Mehring getätigt. Im weiteren Projektverlauf, sofern es die coronabedingten Umstände zulassen, sollen diese Erkenntnisse mit den Bürgerinnen und Bürgern erläutert, diskutiert und anhand individueller Erfahrungsberichte ergänzt werden. Der Nachholtermin des Bürgerworkshops wird zu gegebenem Zeitpunkt veröffentlicht.

Zeitlich gesehen nahmen die Teilnehmer der Ortsbegehung Bezug zum Unwetterereignis von 1979, zum Hochwasser von 1993 und 1995 sowie zu jüngeren Vorfällen intensiver Niederschläge der vergangenen 20 Jahre, welche erste Anhaltspunkte hinsichtlich der Gefahrenlagen Mehrings lieferten. Aufgrund der mäßigen Betroffenheit Mehrings (der jüngsten Vergangenheit), welche auf die vergleichsweise geringen Niederschlagsdimensionen zurückzuführen ist, ist es essentiell den Fall eines klassischen Starkregenereignisses zu berücksichtigen und vor diesem Hintergrund die sich bereits als kritisch bewiesenen Punkte zu betrachten. Der Fokus der Teilnehmer war dementsprechend nicht ausschließlich auf vergangene Probleme gerichtet, sondern auch auf die „Was wäre wenn…“-Frage. Hinsichtlich dieser Schwerpunktsetzung kann das laufende Flurbereinigungsverfahren Blattenberg für die Ortslage von Vorteil sein, da hier Handlungsoptionen im Sinne der Starkregenvorsorge bestehen, die maßgebend zur Entschärfung der Gefährdung der Bebauung Mehrings beitragen können.

Darüber hinaus wurde bei dem gestrigen Termin ein dringender Handlungsbedarf hinsichtlich einer allumfassenden Kontrolle der (innerörtlichen) Entwässerungsanlagen (Entwässerungsrinnen und Einlassbauwerke) festgestellt. Diese sind im derzeitigen Zustand in ihrer Funktionsfähigkeit maßgeblich beeinträchtigt. Insbesondere der innerörtliche Gewässerabschnitt des Carelbaches, entlang der Bornstraße ist stark zugewuchert, Totholz wurde am, teilweise im Bachlauf gesichtet, ein Durchlass ist kaum erkennbar und das Einlassbauwerk ist versandet und würde im Ereignisfall einen schnellen, ungehinderten Abfluss erschweren, könnte zu einem Rückstau führen, welcher weitreichende Konsequenzen zur Folge hätte. Eine Sedimentation wurde darüber hinaus in nahezu allen Einlassbauwerken der Entwässerungsrinnen aus dem Außengebiet, entlang des Wirtschaftsweges Am Rebenhang festgestellt. 

Für einen innerörtlichen Starkregenabfluss ist die Deierbachstraße bekannt, welcher seinen Ursprung in der Steinkaul hat, da sich eben hier ein Rost zur Verrohrung unmittelbar mit mitgeschwemmtem Material zusetzt und der Abfluss infolgedessen zur Deierbachstraße weitergeleitet wird.

Eine weitere bekannte Problemlage, die nun behoben werden soll und für die bereits konkrete Planungen vorliegen, existiert bei der Bachverrohrung des Mehringer Mühlenbaches, oberhalb des Weinguts Schroeder. 

Ortsbegehung Longuich

09.03.2020

Zu Beginn des Termins wurde unmittelbar der Bedarf der Sensibilisierung bezüglich des Moselhochwassers als wichtiger Ansatzpunkt der Vorsorge für Longuich benannt. Das Bewusstsein der Gefährdung ist zeitweise kaum noch vorhanden. Alteingesessene Einwohner, die noch von Hochwasserschäden berichten können, werden immer weniger, Zugezogene sind sich der Gefahr aufgrund fehlender Erfahrungswerte oftmals nicht bewusst und haben für den Ereignisfall keine Vorkehrungen getroffen. In diesem Zusammenhang konnten die Teilnehmer bereits erste sinnvolle Optionen einer dauerhaften bzw. immer wiederkehrenden Kommunikation festhalten. 

Unabhängig vom Moselhochwasser wurde im nachfolgenden Verlauf der Ortsbegehung von einer weiteren kritischen Gefahrenlage berichtet: im Birkenweg kommt es den Hinweisen zufolge zu einem unkontrollierten Oberflächenabfluss, welcher unter Berücksichtigung zunehmender Niederschlagsdimensionen ein gefährliches Ausmaß annehmen und zu einem ansteigenden Schadenspotenzial für die umliegende Bebauung führen könnte. An dieser Stelle wurde die Option einer Notwasserführung diskutiert und eine entsprechende kontrollierte Wasserführung bis hin zur Mosel vor Ort skizziert. Diese Idee gilt es im Rahmen der Maßnahmenentwicklung weiter zu prüfen.

Des Weiteren wurden in Longuich u.a. folgende Beobachtungen aufgenommen:

  • optimierungswürdige Entwässerungseinrichtungen im Gewerbegebiet
  • der Unterhaltungszustand des Longuicher Baches bzw. der Durchlassbauwerke im Bereich des Talmühlenweges

Ortsbegehung Fell

03.03.2020

Als grundsätzlich positiv ist für Fell die Fortsetzung der Renaturierung des Feller Baches zu vermerken. Derartige Maßnahmen am Gewässer erhöhen neben der ökologischen Wertigkeit auch gleichzeitig die Starkregen- und Hochwasservorsorge. Dem Bach wird  u.a. mehr Raum gegeben, wodurch mehr Wassermassen bewirtschaftet werden können, das Gewässer nicht unmittelbar nach einer zusätzlichen Beaufschlagung unkontrolliert ausufert und zu erheblichen Schäden auf öffentlichem als auch privatem Grund und Boden führt.

Neben der Begehung verschiedener Engstellen bzw. Brückenbauwerke des Feller Baches richtete sich das Hauptaugenmerk der Teilnehmer auf diejenjgen Gewässer bzw. Entwässerungsrinnen, die entweder am Ortsrand verrohren oder in offener Weise dem Feller Bach zugeführt werden, wie beispielsweise der Schraubelsbach, der Frievels Bach (auch Erlerschgraben genannt) oder die Rinne oberhalb der Mertersdorfer Straße. Letztere ist aktuell nicht funktionsfähig, da sie kaum noch als Rinne erkennbar ist und das Wasser infolgedessen unkontrolliert über die Straße fließt. Hier bedarf es im Sinne einer kontrollierten Wasserführung einer Wiederaufnahme der Unterhaltung. In jüngster Vergangenheit wurden hier bereits Bäume aus der Rinne entfernt. 

Der Frievelsbach verrohrt auf einem privaten Grundstück und ist in der Vergangenheit bereits einmal am Rohreinlass übergegangen und über die Straße Im Frievel abgeflossen. Der Abfluss in das Einlassbauwerk war aufgrund des mitgeführten Materials aus dem Außengebiet nicht mehr gegeben. An dieser Stelle sollte aus Sicht des Planungsbüros eine fortwährende Zugänglichkeit gewährleistet sein, sodass das Bauwerk zum einen ausreichend unterhalten und zum anderen im Ereignisfall unmittelbar freigeräumt werden kann. Eine weitere Option der Entschärfung wird in der baulichen Optimierung des Einlassbauwerks gesehen.

Des Weiteren wurden in Fell u.a. folgende Beobachtungen aufgenommen:

  • Ruwerer Straße als bekannte Gefährdunglage durch Vollfüllung des Kanal, sodass Wasser in der Straße steht und sich flächig verteilt
  • Entwässerungsrinne, welche Außengebietswasser quer zu Straßen Am Kapellchen, In der Coman und Auf Häckelsberg führt; aufgrund der nicht optimalen Wasserführung zur Rinne kam es in der Vergangenheit zu Oberflächenabfluss über die Ruwerer Straße

Bei der Ortslage Fastrau lag der Fokus der Ortsbegehung insbesondere auf den Wirtschaftswegen, über welche das Außengebietswasser auf direktem Weg Richtung Bebauung geführt wird. Hier gilt es Maßnahmen zu prüfen, die dies verhindern können bzw. Optionen der Prävention wahrzunehmen. Hierunter fällt mitunter die Berücksichtigung der Starkregen- und Hochwasservorsorge im Rahmen der Neubauplanung westlich der Ortslage.

Ortsbegehung Detzem

03.03.2020

Grundsätzlich kommt Detzem zugute, dass die Ortslage Teil eines aktuellen Flurbereinigungsverfahrens ist und im Zuge dessen auch Belange der Starkregenvorsorge berücksichtigt werden können. Hierzu wurden bei der Begehung einzelne Punkte hervorgehoben und aufgenommen, welche den zuständigen Behörden nun mitzuteilen sind, sodass diese noch rechtzeitig und sinnvoll bei der Flurbereinigung beherzigt werden können. Übergeordnetes Ziel sollte sein, der Verrohrung ortseingangs, unter der K 86 (Ortsausgang, Richtung Leiwen) so wenig Wasserkonzentration wie möglich zuzuführen, da hier die Gefahr besteht, dass die Kapazität des Rohreinlasses nicht ausreicht. Infolge kam es in der Vergangenheit bereits zu einem Oberflächenabfluss in der Neustraße bis hin zur Hauptstraße. Der Reduktion der Außengebietsentwässerung Richtung Detzemer Bebauung könnte potenziell der (schrittweise) Rückbau nicht mehr benötigter Entwässerungseinrichtungen der ehemaligen Weinanbauflächen dienen.

Eine weitere Gefahrenlage, welche sich während vergangener Ereignisse zwar noch nicht als solche gezeigt hat, aber aufgrund des Geländes und der sogenannten Sturzflutgefahrenkarte als potenziell gefährdet hervorgeht, wurde im Bereich der Keltenstraße identifiziert. Unter Berücksichtigung der zunehmenden Niederschlagsdimensionen ist hier ein starker Oberflächenabfluss von den oberhalb angrenzenden Flächen Richtung Bebauung denkbar und wahrscheinlich. Hier ist die Sensibilisierung der Anlieger unerlässlich, um das notwendige Bewusstsein bezüglich der potenziellen Gefährdung zu schaffen. In diesem Zusammenhang möchten die Verantwortlichen des Projekts wiederholt auf den gemeinsamen Bürgerworkshop von Detzem und Thörnich, am 24. August hinweisen, welcher um 19 Uhr im Bürgerhaus in Detzem stattfindet. Dieser dient zum einen der Ergänzung der ortsspezifischen Problemstellen, welche seitens der Bürgerinnen und Bürger identifiziert wurden und zum anderen werden die elementare Bedeutung der Eigenvorsorge und entsprechende Handlungsoptionen vorgestellt.

Workshops

Eindrücke aus den Bürgerveranstaltungen stellen wir Ihnen hier im Anschluss zeitnah zur Verfügung.