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Ortsbegehung Piesport: Trotz sturzflutgefährdeter Topographie halten sich bisherige Auswirkungen von stärkeren Niederschlagsereignissen in Grenzen

04.05. 2021 — Für Piesport weist die sogenannte Starkregen- bzw. Sturzflutgefährdungskarte eine erhöhtes Gefährdungspotenzial für die bebaute Ortslage auf. Die heutige Ortsbegehung mit dem Ortsbürgermeister Stefan Schmitt, den Gemeindearbeitern sowie einem Vertreter der Feuerwehr und der Wasserwerke zeigte, dass in dieser Hinsicht noch nicht allzu viele Erfahrungen vorliegen, sodass an der ein oder anderen örtlichen Stelle auf den lang zurückliegenden Starkregen von 1986 zurückgegriffen wurde, um örtliche Problemlagen zu identifizieren.

Ein bei intensiven Niederschlägen wiederholt auftretendes Problem verorteten die örtlichen Vertreter entlang der einstig für die Umgehungsstraße ausgewiesenen Flächen und den entsprechend angelegten Entwässerungseinrichtungen. An der Wegegabelung, gegenüber des Sportplatzes, fließt der Abfluss flächig über den Wirtschaftsweg auf den angrenzenden Schotterweg, spült diesen aus und wird von hier in Richtung des Betriebes „Piesporter Landmaschinen GmbH“ weitergeleitet, der bereits wiederholt von dem Oberflächenabfluss betroffen war. Die ordnungsgemäße Entwässerung sieht in diesem Bereich vor, dass der Abfluss in einem Graben in westliche Richtung weitergeleitet wird. Dieser wird bei einem Starkregenereignis unter den örtlichen Gegebenheiten nicht konsequent angeströmt. In diesem Zusammenhang wurde ein erster Optimierungsansatz seitens des projektbeauftragten Planungsbüros aufgezeigt und erläutert, welcher im Wesentlichen eine Nachprofilierung des Wegegabelungsbereiches beinhaltet, um den übertretenden Oberflächenabfluss möglichst schadarm der vorhandenen Grabenstruktur zuzuführen. Dieser Vorschlag wird in finaler Abstimmung mit dem Auftraggeber auch als Bestandteil im späteren Konzept aufgeführt werden. 

Die Gefahrenlage Alt-Piesports liegt in dem (potenziellen) Starkregenabfluss, der aus dem Außengebiet, über die Weinberge, in Richtung der Bebauung weitergeleitet wird bzw. werden kann, begründet. In diesem Zusammenhang verwiesen die örtlichen Vertreter auf die vergrößerten Straßeneinlässe, die den Abfluss bisher weitestgehend schadarm bewirtschaftet haben. Ein Problem besteht den Berichten zufolge bei dem geschotterten Wirtschaftsweg, oberhalb der Bebauung „Am Zuckerberg“, der bei stärkeren Niederschlägen in erheblichem Umfang ausgespült wurde. Dies birgt nach Einschätzungen des Planungsbüros ein erhebliches Gefahrenpotenzial für die darunter befindliche Bebauung, da der Abfluss aufgrund der Querneigung des Weges in südliche Richtung, über die angrenzenden Weinbergsflächen weitergeleitet werden kann. Auch für diesen neuralgischen Punkt konnten Verbesserungsvorschläge angebracht werden, die bei einem Extremwetterereignis zur Entschärfung der Problemlage beitragen können.

Weitere Inhalte der Ortsbegehung bezogen sich u.a. auf:

  • die Senke in der Bahnhofstraße, Höhe Touristinformation
  • die Steingasse, wasserführend
  • die Straße „Loreleyblick“, Abfluss aus westlicher Richtung

Die Erkenntnisse der Ortsbegehung werden im weiteren Projektverlauf, sobald es die geltenden Richtlinien zur Eindämmung der Corona-Pandemie zulassen, im Rahmen des noch ausstehenden Bürgerforums mittels der Erfahrungen der BewohnerInnen Gornhausens erweitert und ergänzt, um im Anschluss adäquate Maßnahmenvorschläge konzipieren zu können. Der angedachte Termin [10. Mai] wird leider unter den gegebenen Umständen nicht stattfinden können. Ein Nachholtermin wird zu gegebenem Zeitpunkt bekanntgegeben.