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Ortsbegehung Gillenfeld: Druck am Laubach und riskante Nutzung am Gillenfelder Bach

02.10. 2019 —

Die erste Station der Ortsbegehung führte die Anwesenden zur nordwestlich gelegenen Bebauung, zum unteren Ende des Bergweges, welche von den Ortskundigen als stark wasserführend beschrieben wurde und zusätzlich, gemäß des Gefälles vom Amsel- und Finkenweg mit Oberflächenabfluss gespeist wird. Am Ende des Bergweges schießt das Wasser über den Hang und fließt sowohl über den angrenzenden Fußweg als auch über eine nebenliegende Gartenfläche zur Mühlenstraße und den sich darunter befindenden Grünflächen. Grundsätzlich ist der Weg, den das Wasser nimmt, als günstig zu bewerten, da der Abfluss durch das steile Gefälle des Bergweges möglichst schnell durch die bebaute Wohnlage einer Grünfläche zugeführt wird. Wie bereits im Zusammenhang mit den anderen Dauner Ortsgemeinden berichtet, bietet sich eine solche Situation an, um einen sogenannten Notabflussweg einzurichten, das heißt den Weg, den das Wasser ohnehin nimmt, (baulich) so zu gestalten, dass das Wasser möglichst schadarm abfließen kann. In diesem Sinne wären insbesondere Vorkehrungen am unteren Ende des Bergweges zu treffen, welche nun im weiteren Projektverlauf überprüft werden sollen.

Anschließend wurden mehrere Stationen am Laubach unter die Lupe genommen. Hier wurde seitens der Ortskundigen die hohe Rückstauproblematik angemerkt, welche an den verschiedenen Durchlässen des Laubaches auftritt. In diesem Zusammenhang wurde an verschiedenen Abschnitten der mangelhafte Unterhaltungszustand festgehalten und vermerkt, dass sich die Schule am Pulvermaar Gillenfeld in einem besonders sensiblen Bereich hinsichtlich der Hochwasser- und Starkregenproblematik befindet. An dieser Stelle konnten bereits erste Vorschläge der Entlastung getätigt werden, welche nun hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit untersucht werden sollen.

Die Ortsbegehung führte die Teilnehmer weiter zur Fläche des geplanten Neubaugebietes oberhalb der Ortsrandlage, östlich des Laubaches. Der Umstand, dass sich dieses noch in der Planung befindet, begünstigt es präventive Maßnahmen der Hochwasser- und Starkregenvorsorge innerhalb der baulichen Gestaltung sowie der Entwässerung des Neubaugebietes zu berücksichtigen. Der daraus resultierende Abstimmungsbedarf wurde im Protokoll festgehalten. Diesem soll im weiteren Projektverlauf nachgegangen werden.

Einen weiteren Schwerpunkt des Treffens stellte der Gillenfelder Bach dar, dessen Bachlauf nach der Verrohrung im Bereich der Vulkanstraße zwischen der Bebauung Im Weingarten und Friedhofsweg offen vorliegt, bzw. offen vorliegen sollte. Hier wurde schnell deutlich, dass hinsichtlich der Unterhaltung dringend Handlungsbedarf besteht. Als besonders riskant wurde die private Nutzung im unmittelbaren Gewässerumfeld beurteilt. Die Gefährdung, die von losen Materiallagerungen und privaten Bauten, welche sich so nah am Gewässer befinden, ausgeht, wird offensichtlich nicht ausreichend bedacht und unterschätzt. Hier gilt es, die Anlieger zu informieren und für diese Thematik zu sensibilisieren, sodass die eigene Gefährdung und auch die der Unterlieger begrenzt werden kann.

Der Workshop zum Projekteinstieg für die Ortsgemeinde Gillenfeld findet am 24. Oktober, um 19 Uhr im Pfarrheim Gillenfeld statt.

Für die Teilnahme an den Workshops bitten wir vorab um Anmeldung. Anmelden können Sie sich per Telefon unter 06507 / 99 88 3-0 oder per E-Mail an info@vgdaun.hochwasserschutz-konzept.de oder unter Kontakt.