News

News
Bedenkliche Gefahrenstellen in Oberstadtfeld

27.08. 2019 —

Der gestrige Termin führte die Teilnehmer zunächst einmal zu einem Brückenbauwerk in nordwestlicher Ortsrandlage, welche von der Kleinen Kyll passiert wird. Hier kam es bei den starken Niederschlägen von 2016 zu einer markanten Überschwemmung der umliegenden Flächen, wovon das Wasser in die Winkelbach-Straße weitergeleitet wurde. Dort konnte  die Brücke die ankommenden Wassermassen nicht fassen  und es kam zu einem Rückstau. Das Wasser trat über und fand seinen Weg in die Ortsmitte. Zu dieser Sachlage konnten bereits erste Ideen ausgetauscht werden, welche im Rahmen des Hochwasservorsorgekonzeptes geprüft werden sollen. Die Teilnehmer folgten dem aktuellen potenziellen Fließweg des Oberflächenabflusses und entdeckten einen Stromkasten, der sich zudem in unmittelbarer Nähe zweier Durchlässe befindet, deren Rinne dicht bewachsen war. Diese Gefährdungsfaktoren wurden vom Planungsbüro erfasst, und sollen bei der Bearbeitung Oberstadtfelds berücksichtigt werden. Außerdem wurde seitens der Ortskundigen auf einen weiteren Durchlass, unterhalb der Winkelbach-Straße, hingewiesen. Hier wird direkt nach dem Durchlass zusätzlich das Wasser aus dem Außengebiet eingeleitet. Durch den ungünstig angelegten Einmündungsbereich blockieren die Auslässe einander und es kommt bei stärkeren Niederschlägen zum Rückstau. Auch hier konnte das Planungsbüro Hömme vor Ort einen ersten Vorschlag machen, um das Gefahrenpotenzial zu reduzieren. Diesen gilt es im weiteren Prozess zu untersuchen. In südlicher Richtung ging es auf der Hauptstraße zu einem weiteren Brückenbauwerk der Kleinen Kyll, welches von den starken Sturzfluten infolge extremer Niederschläge bereits stark beschädigt wurde und an der es bereits zum Ausufern der ankommenden Wassermassen kam. Dem Planungsbüro Hömme fiel der stark begradigte Bachlauf auf, merkte aber auch das bestehende Potenzial und die Möglichkeit an, wie diese Situation entschärft werden könnte. Diese Option soll im Konzept aufgenommen werden.

Anschließend wurde das Brückenbauwerk der Dauner Straße begutachtet, deren Gefahrenpotenzial sich trotz der grundsätzlich ausreichenden Dimensionierung aus unterschiedlichen Faktoren zusammensetzt: Zum einen laufen oberhalb des Durchlasses der Winkelbach und die Kleine Kyll zusammen, was für erhöhtes Wasservolumen sorgt, welches sich bei extremen Niederschlagsereignisses zusätzlich potenziert und bereits zu Rückstau führte. Zum anderen mündet unterhalb der Brücke der Oberstadtfelder Bach, welcher zuvor im südlichen Bereich des Wohnviertels In der Laag verrohrt, in die Kleine Kyll. Auch an dieser Stelle wurde die aktuelle bauliche Lösung des Einmündungsbereiches seitens des Planungsbüros bemängelt, welche bei Bearbeitung des Hochwasservorsorgekonzeptes bedacht werden soll.

Eine weitere Station der Ortsbegehung war das Neubaugebiet Hoffschlack/ Vorschoßberg. Hier verwiesen die Ortskundigen auf die besorgniserregende Entwässerung der nördlich an die Bebauung angrenzenden Hangflächen. Das dortige Multi-Rigolen-System weist an vielerlei Stellen bedeutsame Defizite auf und birgt ein hohes Gefährdungspotenzial für das Wohnviertel. In jedem Fall sollten hier von den Grundstückseigentümern Eigen- und Objektschutzmaßnahmen ergriffen werden, um sich und das Hab und Gut schützen zu können. 

Zum Ende hin ging es noch zum südlich des Ortes gelegenen Sportplatz, auf dessen Gefahrenpotenzial bereits innerhalb der Niederstadtfelder Ortsbegehung hingewiesen wurde. Auch an dieser Stelle konnten erste Vorschläge seitens des Planungsbüros festgehalten werden, welche den Sportplatz und den Weg vor Überschwemmungen schützen könnten. Diese sollen mit den zuständigen Stellen geprüft werden.

Der Workshop zum Projekteinstieg für die Ortsgemeinde Oberstadtfeld findet am 15. Oktober, um 19 Uhr im Gemeindehaus Oberstadtfeld statt.

Für die Teilnahme an den Workshops bitten wir vorab um Anmeldung. Anmelden können Sie sich per Telefon unter 06507 / 99 88 3-0 oder per E-Mail an info@vgdaun.hochwasserschutz-konzept.de oder unter Kontakt.