Allgemein
Im Rahmen der Erstellung des örtlichen Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzeptes fand nach der Ortsbegehung in Frauenberg nun auch eine Begehung in der Ortsgemeinde Reichenbach statt. Ziel des Termins war die gemeinsame Sichtung bekannter sowie potenzieller Gefahrenbereiche im Zusammenhang mit Starkregenereignissen und Hochwasserabflüssen.
An der Begehung nahmen neben dem projektbeauftragten Planungsbüro Hömme GbR, Michael Schleich als Vertreter der Verbandsgemeindeverwaltung Baumholder sowie Ortsbürgermeister Uwe Nees teil.
Im Gegensatz zu anderen Ortslagen liegen in Reichenbach vergleichsweise wenige Erfahrungswerte zu größeren Schadensereignissen infolge von Starkregen oder Hochwasser vor.
Im Mittelpunkt der Ortsbegehung stand daher insbesondere die Ermittlung potenzieller Gefahren- und Schadenspotenziale. Hierzu wurden durch das Fachbüro örtliche Gegebenheiten wie Geländesenken, Außengebietszuflüsse und entsprechende technische Anlagen, Entwässerungsanlagen des örtlichen Gewässers (Essbach) sowie potenzielle Abflusswege bei Starkregen untersucht. Ergänzend wurden die Starkregengefahrenkarten des Landes Rheinland-Pfalz herangezogen, um mögliche Überflutungs- und Fließwege bei außergewöhnlichen Niederschlagsereignissen zu bewerten.
Die einzelnen Stationen der Ortsbegehung sind dem Kartenausschnitt zu entnehmen. Eine nähere Information zu den einzelnen Problemlagen erfolgt im Rahmen des Bürgerforums (Termin wird noch veröffentlicht).
Für das Vorsorgekonzept sind bereits folgende Maßnahmenbereiche festgehalten:
- topographische Tiefenlinie – potenzieller Abflusskorridor bei Starkregen: Feuerwehrgebäude, Schulstraße, Senkenlage zwischen Straße Zehntschauer, In der Schwodel, Gängelgasse bis hin zur Hauptstraße
- Hangentwässerung oberhalb der Bebauung „Auf Schulhöh“
- Siedlungserweiterung „Kleegarten“ sowie Bestandsbebauung „Kleegarten“: auch bei letzterem wurde eine Senkenlage festgestellt, durch die es bei Starkregen zu Wasserübertritten auf Privatgrundstücke kommen kann
- örtliche Entwässerungsanlagen der Außengebietsentwässerung „Auf dem Schoß“ (wegeseitige und hangparallele Gräben, die in Kanal einleiten)
- Essbach: Quellbereich westlich der Ortslage: offene Grabenabschnitte, Einlass- und Auslassbauwerke sowie Siedlungsbereiche, die im Falle des Übertritts belastet sind



