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Ortsbegehung in Rückweiler: Blick auf bekannte und mögliche Risikobereiche

15.06. 2026 —

Nach der erfolgreichen Ortsbegehung in Reichenbach am Vormittag des 10. Juni setzte das Projektteam seine Bestandsaufnahme in Rückweiler fort. Gemeinsam mit Michael Schleich von der Verbandsgemeindeverwaltung Baumholder machte sich das Planungsbüro Hömme GbR auf den Weg in die Ortsgemeinde, wo die Teilnehmenden von Ortsbürgermeister Lutz Altekrüger und dem Beigeordneten Manuel Lambert empfangen wurden.

Im Rahmen der Begehung wurden verschiedene Bereiche innerhalb der Ortslage besichtigt, die bei Starkregenereignissen in der Vergangenheit bereits auffällig geworden sind oder aufgrund ihrer topographischen Lage ein erhöhtes Gefährdungspotenzial aufweisen. Die kommunalen Vertreter erläuterten dabei ihre Erfahrungen aus zurückliegenden Niederschlagsereignissen und wiesen auf mehrere bekannte Abflussschwerpunkte hin.

Ein erster Schwerpunkt befindet sich am östlichen Ortseingang entlang der K 61. Dort kommt es bei stärkeren Niederschlägen wiederholt zu Einstauungen auf der Kreisstraße. Ursache sind Oberflächenabflüsse aus den nördlich angrenzenden Hangflächen, die sich entlang der natürlichen Geländestruktur sammeln und in Richtung des Straßenraums abfließen.

Ein weiterer Bereich wurde entlang der Hauptstraße im Umfeld des Dorfgemeinschaftshauses und der Kirche betrachtet. Hier wurde von einem erhöhten Oberflächenabfluss berichtet, der sich bei Starkregenereignissen innerhalb der Ortslage konzentriert und zu Belastungen des Straßenraums führen kann.

Auch die Bergstraße war Gegenstand der Ortsbegehung. Nach Angaben der Gemeinde wird dieser Bereich durch Außengebietswasser beeinflusst, das über einen oberhalb parallel verlaufenden Wirtschaftsweg geführt wird. Bei stärkeren Niederschlägen tritt das Wasser aus dem Weg aus und auf private Grundstücke über.

Darüber hinaus wurde eine weitere Tiefenlinie im Bereich der Hauptstraße auf Höhe der Hausnummer 4 besichtigt. Die dort verlaufende Geländesenke sammelt Oberflächenabflüsse aus den oberhalb gelegenen Bereichen und leitet diese in Richtung des beschriebenen Straßenabschnitts. Aufgrund der örtlichen Topographie kann es hier zu einer Konzentration von Abflussmengen und entsprechenden Belastungen angrenzender Grundstücke kommen.

Ergänzend zu den vor Ort geschilderten Erfahrungen wurden während der Begehung die Starkregengefahrenkarten des Landes Rheinland-Pfalz herangezogen. Anhand der kartierten Fließwege, Überflutungsflächen und Tiefenlinien konnten weitere potenzielle Gefährdungsbereiche identifiziert und gemeinsam mit den Vertretern der Ortsgemeinde diskutiert werden. 

Die einzelnen Stationen der Ortsbegehung sind dem Kartenausschnitt zu entnehmen. Eine nähere Information zu den einzelnen Problemlagen erfolgt im Rahmen des Bürgerforums (Termin wird noch veröffentlicht).

Für das Vorsorgekonzept sind bereits folgende Maßnahmenbereiche festgehalten:

  • wasserführende Straßenzüge durch Abflussprozesse im Bereich Dorfgemeinschaftshaus und Kirche: Berglangenbacher Straße und Hauptstraße
  • Tiefenlinie, beginnend im Bereich „Am Höhwald“ und Flurstraße und weiterer Verlauf zwischen Berglangenbacher Straße und Schulstraße sowie einstaugefährdete Riegelbebauung im Abschnitt der Hauptstraße (im Umfeld Hauptstraße Nr. 4)
  • Außengebietsentwässerung im Bereich der Bergstraße und mögliche Entlastung in Bachtal des Igelsbaches (auch Eiselbach)
  • Straßenentwässerung der Kreisstraße am östlichen Ortseingang und mögliche Perspektiven zur Verbesserung der Bewirtschaftung von Oberflächenabfluss
  • Freisener Straße: Einzugsgebiet des Rückweiler Baches (auch Rohrbach) und abflusssensible Tiefenlinie, welche durch Siedlung in Richtung des Bachtals verläuft
  • Neubaugebiet „Auf Raunen“ und Belange der Starkregenvorsorge